Löschdich

 

Sicherlich haben alle von euch schon von dem interessanten Lifejournal Löschdich gehört. Wer nicht weiß, worum es geht, hier ist der link dorthin:

 

http://www.livejournal.com/community/loeschdich/

 

Es bringt nichts, über Sinn oder Unsinn eines Lifejournals wie Löschdich zu philosophieren. Selbst ich lese ab und zu darin und finde die Beiträge teilweise amüsant. Ich wundere mich nur, wie die so genannten Jäger es schaffen, diese manchmal wirklich sehr idiotischen Storys zu lesen, denn das müssen sie ja, um sie zu verreißen. Ich habe selten die ganzen Verrisse gelesen, weil sich mir einfach der Magen umgedreht hat. Aber gut, ich schweife ab…

 

Ich möchte jetzt auch weder auf den Inhalt der Löschdich-Beiträge eingehen, noch eine persönliche Wertung der Seite abgeben. Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich, wenn ich eine Story lese, nach den ersten Zeilen feststelle, ob ich mir den Rest zumute oder nicht. Aber das sei dahingestellt, das ist meine persönliche Ansicht. Andere mögen sich verpflichtet fühlen, anders vorzugehen.

 

Ich möchte auch etwas ganz anderes aufgreifen. Nämlich das Thema Kritik.

 

Kritiker wird es immer geben. Wer im Internet eine Story veröffentlicht, muss auch damit rechnen, dass es Menschen gibt, denen sie nicht gefällt. Bevor ich etwas veröffentliche, muss ich mir sicher sein, damit umgehen zu können, dass manch einem vielleicht nicht gefällt, was ich da fabriziere. Ich muss akzeptieren können, dass mir jemand sagt, pass auf, das gefällt mir nicht, was wiederum nicht bedeutet, dass ich der gleichen Meinung sein muss. 

 

Löschdich hat uns gezeigt, dass es nicht immer komplett idiotische Storys sein müssen, die, aus welchen Gründen auch immer, dort landen. An sich finde ich nicht einmal das verwerflich, nämlich dann, wenn es sich bei dem Verriss um die persönliche Meinung des Verreißers handelt und er der Meinung ist, man muss dies der halben Welt mitteilen.

 

Zwischen Kritik und persönlichem Angriff jedoch gibt es nur eine hauchdünne Grenze. Ich befürworte das eine und lehne das andere strikt ab. Kritik ist nicht dazu da, persönliche Rachegelüste auszuleben.  

 

Allerdings muss sie nicht immer konstruktiv sein, wie uns Löschdich sehr schön beweist. Spott ist auch eine Form von Kritik und wer seiner Stimme damit Ausdruck geben will, der soll es bitte schön tun.

 

Und deshalb noch eine kleine Bitte im eigenen Sinne. Sollte irgendwann einmal von mir eine Story dort landen, tut mir einen Gefallen und ereifert euch nicht darüber. Vielleicht muss ich selbst drüber lachen und je mehr ihr euch darüber aufregt, umso mehr freut sich die Community Löschdich. Wenn es ihnen Spaß macht, dann lasst sie doch…

 

Denn wer sagt uns, dass Kritiker immer Recht haben? Auch sie vertreten nur ihre persönliche Meinung. Und über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten…