Marion Zimmer-Bradley
Der Darkover Zyklus umfasst 21 Romane, sowie einige Erzählungen. Es ist schwer, eine grobe Inhaltszusammenfassung über den ganzen Stoff zu geben. Deshalb von mir unten der Link zu einer Seite, die eine umfassende Erklärung zu den einzelnen Büchern gibt.
Die ganze Geschichte beginnt mit Landung auf Darkover. Mit der Bruchlandung der Terraner auf Darkover beginnt die Besiedelung des Planeten. Das Buch beschreibt die Probleme der Menschen, die auf Darkover festsitzen und erkennen müssen, dass jeglicher Kontakt zur Heimatwelt auf Generationen abgebrochen ist. Sie begegnen den Gefahren der Welt, dem Geisterwind, dem rauen Klima und lernen die Nichtmenschen kennen.
Nach und nach wird Darkover zur Heimat der Schiffbrüchigen. Eine Heimat, die unbekannte (Psi-) Kräfte in den Menschen weckt. Kräfte, die es notwendig machen werden, eine Gesellschaft aufzubauen, die Menschen nach ganz anderen Kriterien beurteilen und akzeptieren muss und die nichts mehr mit einer terranischen Gesellschaft zu tun hat.
Mit dem nächsten Band ändert sich die Handlung schlagartig und hat nur noch wenig mit Science-Fiction zu tun. Die Bücher beschreiben Einzelschicksale in einer Gesellschaft, die vom Planeten Darkover und seinen Seltsamkeiten geprägt ist. Wir lernen ein Gesellschaftsystem kennen, das teilweise an das terranische Mittelalter erinnert, aber in vielen Dingen unwahrscheinlich fortschrittlich ist.
Darkover ist eine metallarme Welt, es kann sich nie eine solche Industrie ausbilden wie auf Terra, dafür aber existieren andere Dinge, die bestimmt werden durch das Laran, eine auf Darkover ausgebildete Psi-Kraft.
Die Romane sind in Zeitalter geteilt. Am Anfang fällt es den Menschen, die vergessen haben, woher sie kommen, schwer, mit den neu erwachten Kräften umzugehen. Das Land ist aufgeteilt in Domänen, die untereinander Streitigkeiten austragen oder Bündnisse eingehen. Über das ganze Land verteilt stehen die so genannten Türme, Stätten, in denen Menschen, die genügend Laran besitzen, an der Matrix arbeiten und in denen junge Menschen ausgebildet werden, um mit ihrer Fähigkeit, die ihnen das Laran gibt, umzugehen.
Es finden sich eigentlichen alle möglichen parapsychischen Fähigkeiten, die man sich denken kann: Beherrschung des Wetters, die Fähigkeit, mit Tieren umzugehen, Telepathie, Telekinese und vieles mehr. Dann die Gefahr von Waffen, die mit Hilfe der Matrix hergestellt werden können: Knochenwasser und Feuerbomben.
Es sind Romane um Krieg, Zwistigkeiten und Liebe. MZB schreibt detailgetreu und in einer Art und Weise, dass man sich schon nach den ersten Seiten mit den Romanfiguren identifiziert und mit ihnen mitfiebert. Sehr oft sind ihre Helden Frauen. Sie hat die Fähigkeit, Gefühle darzustellen und dem Leser zu übermitteln, die man sehr selten und in wirklich nur sehr guten Büchern findet.
Man kann nur einzelne Bücher lesen, da jedes für sich einen abgeschlossenen Roman darstellt, aber je mehr man davon liest, umso mehr Zusammenhänge erkennt man und kann die Entwicklung Darkovers über mehrere Generationen verfolgen.
Ich finde, der Zyklus ist ein Muss für alle Fantasy-Fans.
http://www.darkover-guide.de/romane/
Marion Zimmer-Bradley ist für mich Die Fantasy-Autorin schlechthin. Es gibt so viele Bücher von ihr zu empfehlen und deshalb beginne ich einfach mit diesem.
Der Student Fenton beteiligt sich an der Universität Berkeley an einem Drogenexperiment. Ihm wird unter Aufsicht die Droge Antaril verabreicht und es soll untersucht werden, inwieweit diese das Ansteigen paranormaler Fähigkeiten fördert.
Das Ganze geht nach hinten los. Fenton findet sich nach Einnahme der Droge in einer anderen Welt wieder, er durchstößt ein Tor, das sich auf dem Campusgelände befindet, und landet im Feenreich der Alfar. Er kommt genau in dem Moment an, in dem die Elfenkönigin Kerridis vom schrecklichen Eisenvolk entführt wird und versucht, ihr zu helfen. Doch Fenton ist in der Feenwelt nur ein Zwischenmann, ein Halbwesen, ohne Körper und Schatten.
Als der Einfluss der Droge nachlässt, wird Fenton wieder zurück in seinen Körper gezogen, der sich noch immer in den Räumen befindet, in denen das Experiment stattgefunden hat. Niemand glaubt ihm. Er wird aus dem Experiment geworfen und der Weg in die Feenwelt und damit zur Rettung der Alfar scheint für immer verschlossen.
Dann sieht er Eisenwesen auch in seiner Welt und ahnt, dass es mehr als einen Weg zwischen den Welten geben muss. Um seine Welt zu schützen und den Feen Alfars zu helfen, muss er dieses Tor finden, den geheimnisvolle Übergang in alle anderen Welten, der nur zeitweise und verborgen in der realen Welt auftaucht: das Haus zwischen den Welten.