Kim Harrison

 

Rachel Morgan - Serie

 

Blutspur (Originaltitel: Dead Witch Walking)

 

Blutspur ist der Auftakt zu einer Mystery-Kultserie um Rachel Morgan. Rachel ist eine Hexe und eine Kopfgeldjägerin, die gleich zu Beginn des Buches ihren Job bei der magischen Sicherheitsbehörde kündigt und sich damit ein Tötungskommando, das ihr Exchef ausgelöst hat, auf den Hals zieht. Gemeinsam mit der kühlen, mir sehr sympathischen Vampirin Ivy und dem einfach niedlichem Pixie (jetzt weiß ich endlich, woher das Wort anpixen kommt *kicher*) Jenks gründet sie ihre eigene Agentur.

In diesem ersten Teil geht es eigentlich nur darum, wie es Rachel schafft zu überleben, etwas, was sie ohne Ivy und Jenks niemals hinbekommen hätte. Das hat mich am Anfang etwas gestört, weil es mir so vorkam als kann Rachel nur Mist bauen und man sich schon sicher sein konnte, dass der Plan, den sie hatte (oder den sie nie hat) sowieso fehl schlägt. Aber irgendwann in der Mitte, als sie sich in ein Frettchen verwandelt hatte, sich nicht zurück verwandeln konnte, weil es kein Salzwasser gab und sie gegen eine große Ratte in einer Arena bei illegalen Rattenkämpfen kämpfen musste, hatte das Buch mich gefangen.

Eigentlich ist es  ein Mystery-Buch, aber diesmal wird das gesamte Universum wieder mal auf eine ganz andere Art erklärt. Durch eine weltumspannende Seuche hat sich das Leben auf der Erde geändert: Magische Wesen konnten aus ihrem Schatten treten und die Straßen unsicher machen.

Jetzt will ich wissen, wie es weiter geht und werde wohl wieder auf die englischen Bände zurück greifen müssen.

 

The Good, the Bad and the Undead - Rachel Morgen 2

Review von anja25ive

Von Anfang an hatte das Buch ein gutes Tempo. Ja, ich und mein Tempo, aber ich tue mich schwer, wenn man seitenlang irgendetwas beschreibt und einfach nichts passiert. Dieses Mal geriet Ms. Morgan gleich zu Beginn in Schwierigkeiten, die sie scheinbar - im wahrsten Sinne des Wortes - magisch anzieht.

Trotz des Tempos habe ich zu Beginn ein paar Seiten mehr oder weniger überflogen, da das Buch so ausgelegt ist, dass man es auch lesen kann, wenn man den ersten Band nicht kennt. Mich haben die Wiederholungen etwas gelangweilt oder es lag einfach nur daran, dass ich die beiden Bücher direkt hintereinander gelesen habe. Aber nach dem das auch überstanden war, war ich mehr als nur gespannt, was und vor allen Dingen wer sich hinter den Hexenmorden versteckt.

Rachels Besessenheit, dass Trent der Mörder ist, fand ich im Laufe der Geschichte etwas anstrengend, obwohl es zu ihrer Persönlichkeit passt, dass sie nichts lieber hätte, als diesen Mann endlich hinter Gittern zu bringen. Ich habe von der ersten Sekunde nicht daran geglaubt, dass Trent der Mörder ist. Wenn er jemand aus dem Weg räumt, dann macht er das ohne großen Aufwand, schnell und ohne Aufsehen und Rachel glaubt ausgerechnet, dass er Hexen verstümmelt oder sie gar in Hexenblut badet. Da hat sie sich mehr als nur mächtig geirrt und nach dem zweiten Band finde ich Trent äußert interessant.

Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Beziehung zwischen Trent und Rachel. Am Anfang waren die Linien genau gezeichnet. Schwarz und Weiß, doch nach diesem Band ist ein dickes, fettes Grau entstanden und das macht es weitaus spannender und komplizierter. Fragt sich nur, wie weit Rachel bereit ist, ihr Grau noch dunkler werden zu lassen.^^

Dann wurde natürlich Trents größtes Geheimnis aufgelöst und ich habe keine Ahnung, was ich erwartet habe, aber ich las es, dachte 'Okay!' und las weiter. Wahrscheinlich hatte ich so einen großen Knall erwartet, dass mich nichts mehr vom Hocker hätte reißen können.

Nick. Nick ist meiner Gunst gesunken. Während ich ihn am Anfang wirklich mochte, wollte ich ihn in diesem Teil einfach nur eine auf den Hinterkopf geben. Sobald es um Dämonen und all das Ganze drumherum geht, wird er von einer Naivität beherrscht, die fast schmerzhaft ist. Manchmal hat er mich ein bisschen an Xander (Buffy) erinnert. Ein guter Freund, auf dem man sich immer verlassen kann, doch manchmal so unbedarft, dass er sich gewisser Konsequenzen einfach nicht im Klaren ist. Seine Reaktion auf die ganzen Ereignisse um Piscary habe ich allerdings nicht ganz verstanden und ich unterstelle der Autorin einfach mal, dass sie es eingebaut hat, um der Beziehung ein Ende zu setzen.

Dafür gab es in diesem Teil erneut jemanden, den ich vom Fleck weg sympathisch fand - Glenn. Ich mochte seine stoische Art und die Tatsache, dass er sich nicht von Rachel beirren ließ, ich hätte mir nur gewünscht, dass er sie auch beibehalten hätte, wenn es um Magie oder die ominösen Tomaten ging. Und vielleicht hat zu meiner Sympathie auch beigetragen, dass ich ihn mir immer als 'Men in Black' vorgestellt habe. *g* Ich hoffe, die beiden treffen noch öfter aufeinander und er weist Rachel noch öfters in ihre Schranken, wenn sie der Meinung ist, dass sie Narrenfreiheit hat.

Dann gab es noch Big Al. Nun ja, er ist ein Dämon, er ist gefährlich, ihr weitaus überlegen, aber dennoch konnte ich ihn gelegentlich nicht wirklich ernstnehmen. Vielleicht lag es daran, dass er zu viel geschwafelt hat oder die Leute ständig mit ihrem ganzen Namen angeredet hat. Ich habe keine Ahnung, aber nach den Ereignisse zum Schluss werden wir ihm ja noch öfters begegnen und vielleicht fang ich an, ihn dann auch an mal ernst zu nehmen.

Mit Ivy kann ich immer noch nichts anfangen, aber ich glaube, das liegt an der Tatsache, dass ich im Allgemeinen mit den Vampiren im Harrisonverse nicht zurecht komme. Sie sehen dich nur einmal an und du bist hin und weg, ich erwähne hier auch nicht die Tatsache, dass Rachel ein wandelnder Magnet ist und von jedem Vampir flachgelegt werden kann. Mal ganz davon abgesehen, dass Rachel scheinbar dauererregt ist und so gut wie jeden Mann attraktiv findet. Vor allen Dingen blonde Männer. Ms. Harrison scheint da eindeutig eine Vorlieb zu haben. *g*

Fazit: ich mochte diesen Band und mit den ganzen Veränderungen und Ereignissen bin ich mehr als nur gespannt, wie es im nächsten Band weitergehen wird.
 

 

Every Which Way But Dead - Rachel Morgen 3

 

A Fistful of Charms - Rachel Morgen 4

In diesem Buch verlässt Rachel ihre Heimatstadt Cincinnati, um ihren alten Geliebten Nick und einen der Söhne Jenks, Jax, aus der Klemme zu helfen. Jenks begleitet sie, aber da es sie weiter in den Norden führt und es dort für einen Pixie zu kalt ist, müssen sie zu einer ungewöhnlichen Lösung greifen. Durch einen Zauber schafft es Rachel, Jenks die Größe eines normalen Menschen zu geben. 

 

Ihre Suche entwickelt sich schnell zu einer tödlichen Hetzjagd, denn Nick hat ein mächtiges Artefakt – den Fokus - gestohlen hat, das das Machtgleichgewicht der Welt durcheinander wirbeln kann. Der Fokus, ein uralter dämonischer Fluch der Werwölfe, eingesperrt in eine Statue, ist zu mächtig, um vernichtet zu werden und alle Werwölfe der Welt wollen ihn haben. Nick, der wie sich herausstellt schon ziemlich lange sein Leben als Dieb verbringt, hat einige Probleme, den Fokus seinen Plänen nach an den Meistbietenden zu verkaufen. Eigentlich wollte er alle an der Nase herumführen und den Fokus behalten, was ihm natürlich noch mehr Ärger einbringt.

 

Rachel wird vor eine schwere Aufgabe gestellt. Sie muss Entscheidungen fällen, die den Fortbestand der Inderlander betreffen und ich wollte wirklich nicht in ihrer Haut stecken. Es wird ein guter Weg gefunden, die Probleme zu lösen, aber es wird sich erst später zeigen, ob diese Lösung reicht.  

 

Leider erfahren wir in diesem Teil nichts Neues von Trent oder Al, die ich ein wenig vermisst habe. Dafür kommen wir in den Genuss einer Rachel, die einen Zauber erschaffen muss, um sich in einen Werwolf zu verwandeln, um in den Belangen der Werwölfe mitreden zu können und den Werwölfen fallen buchstäblich die Augen heraus, als unsere Rachel zum Wolf wird.

 

For a Few Demons More - Rachel Morgen 5

Diesmal beginnt das Buch ganz verwirrend, als der Dämon Newt in Rachels Zuhause, einer geweihten ehemaligen Kirche, auftaucht. Newt sucht etwas, aber weder Rachel noch wir können erfahren, was es ist. Um Newt wieder loszuwerden, muss Cery einen weiteren Dämonen rufen, Minias, denjenigen, von dem sie weiß, dass er auf die verrückte Newt aufpasst. Ab diesem Moment ist es plötzlich Minias, der Rachel einen Gefallen schuldet, der irgendwann eingefordert werden kann – etwas, was es wohl noch nie gab.

 

Irgendjemand hat herausgefunden, dass der Fokus in Cincinnati ist und beginnt die Stadt danach umzugraben, ohne bei seinen Methoden sonderlich zimperlich zu sein. Dieses uralte Werwolfartefakt könnte das empfindliche Machtgefüge der Inderländer zerstören und einen verheerenden Rassenkampf auslösen, was Rachel unbedingt verhindern will. Deshalb glaubt Rachel auch, dass Newt hinter dem Fokus her ist und beginnt, ihn laufend mit sich herum zu schleppen. (Das macht mich beim Lesen völlig verrückt, nebenbei gesagt – pausenlos guckt sie in ihre Tasche, ob das Ding noch da ist)

 

Es passiert sehr viel in diesem Band und alles durcheinander, so dass ich, bedingt durch das schwierige Englisch, manchmal etwas Probleme bekam.

 

Rachel bekommt den Auftrag, Trents Hochzeit mit der hochnäsigen Elfe Ellasbeth zu überwachen, da alle vermuten, dass Al oder andere Dämonen aus dem EverAfter auftauchen könnten. Tatsächlich taucht Al auf, aber in Gestalt seinen neuen Familiars, Lee, und Rachel erfährt, dass er sich auf dieser Seite der Ley-Linien verbirgt, weil man ihm im EverAfter einen Prozess machen will und Rachel soll ihm helfen. Da sie es ablehnt, beginnt Al in der Stadt für Aufruhr zu sorgen und da ihn niemand unter Kontrolle bekommen kann, entlässt man den Obervampir Piscary aus dem Gefängnis.

 

Nun hat Rachel gleich jede Menge Probleme. Die Alphas der Werwolffamilien wissen, dass sie den Fokus hat und wollen ihn, wenn eben nicht freiwillig, dann über ihre Leiche. Picary hat Ivy zu sich zurück geholt, sie unter seinen Bann gezogen und trachtet Rachel dafür nach dem Leben, dass sie ihn ins Gefängnis gebracht hat. Dazu kommt, dass Newts Auftauchen in Rachels Kirche deren Geweihtsein zerstört hat und nun jeder Dämon und Vampir die Kirche betreten kann. 

 

Dann erfährt sie, dass es Trent ist, der sehr unzimperlich nach dem Fokus sucht und sie bekommt von dem FIB die Genehmigung Trent zu verhaften. Rachel sucht sich dafür den besten Zeitpunkt, Trents Hochzeit und vor den Augen all der hochrangigen Gäste, die ihren Tod wollen, denn sie will einen Handel mit Piscary abschließen, um ihr Leben zu retten und den Fokus loszuwerden.

Dass das Ganze eskaliert, kann sich jeder bei Rachels manchmal ziemlich chaotischem Charakter vorstellen. Mehr möchte ich aber gar nicht verraten, denn ihr sollt das Buch ja selbst lesen. Ich habe mich bis zum Ende gefragt, wie sie aus der Lage wieder heraus kommen will, aber sie schafft es natürlich.

 

Where Demons Dare - Rachel Morgan 6

 

Der 6.Band der Serie um Rachel Morgan ist ein meinen Augen der bisher Beste. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil eine Spannung die nächste ablöste. 

 

Es beginnt, dass mitten in einem Einkaufsbummel, den Rachel zusammen mit ihrer Mutter kurz vor Halloween macht, der Dämon Al auftaucht, den Rachel sicher verwahrt in einer ausbruchsicheren Zelle im Ever-After glaubt. Al hat nur ein Ziel, er will Rachel töten und nebenbei erfährt sie, dass der Dämon zwar in der Zelle sitzt, aber aus der Realität von jemanden gerufen werden kann und kein Dämonenschutz des Ever-After kann dies verhindern. Betreffende Person ruft Al, bekommt, was sie will und lässt ihn den Rest der Nacht frei auf die Erde – und damit Rachel - los. Kurz nach Al taucht auch Minias auf, der den aus der Zelle verschwunden Al suchen soll, aber auch er kann nichts tun, um ein „Herbeirufen“ durch einen Menschen zu verhindern. 

 

Rachel schafft es, Al in einen Zirkel zu sperren und zurück zu schicken, doch Minias bleibt und erklärt Rachel in einem netten Gespräch, dass es eine Möglichkeit gibt, das Rufen von Al aus der Zelle zu verhindern – indem sie ihren Herbeirufungsnamen (Ich hab kein anderes Wort für: summon name^^) gegen den von Al tauscht, etwas was kein Dämon tun will, da ihn dann jeder, der Als Namen kennt, herbeirufen kann. 

 

Rachel weigert sich natürlich ebenfalls, da Minias ihr im vorherigen Band erklärt hat, sie braucht einen Namen, den niemand kennt und nun soll sie den gegen Als weltbekannten Namen eintauschen? Um es mit Rachels Worten zu sagen „No way!“ 

 

Dann tritt Quen, Trents Bodyguard an sie heran und bittet sie in Trents Namen, eine Elfenzellprobe aus dem Ever-After zu holen. Rachel sagt ihm natürlich mit den ihr so eigenen netten Worten, er soll sich zum Teufel scheren und dann rutscht Quen heraus, dass Ceri schwanger ist und diese Probe nötig wäre, um das Baby zu retten und den Fortbestand der Elfenrasse zu ermöglichen. 

 

Dann passiert eine Menge ganz schnell hintereinander. Rachel stellt Trent zur Rede und erfährt nichts, außer dass er unbedingt diese Probe will, Marshall (wir kennen ihn aus dem Teil, in dem Rachel Nick retten muss) taucht auf und verabredet sich mit Rachel zu mehreren „Nicht-Dates“, Ivy und Rachel schaffen es mal wieder nicht, ihre Zähne voneinander zu lassen und Jenks regt sich über einen Gargoyle in seinem Garten auf, der einfach in seine Kirche gezogen ist.  

 

Ich weiß nicht, wann Rachel mal schläft… Jedenfalls erfährt sie irgendwann von Ceri, dass nicht Trent der Vater es Babys ist, sondern Quen und plötzlich steht Trent da und sagt ihr, dass Quen im Sterben liegt und er sie noch einmal sehen möchte.  

 

Rachel, die sich eigentlich ab Sonnenuntergang vor Al auf heiligem Boden verstecken sollte, weigert sich natürlich erst einmal. Nebenbei erfährt sie, wer hinter dem Herbeirufen von Al steckt, kann es aber nicht verhindern und da der Dämon im Ever-After plötzlich einen Vergleich mit dem Gericht ausgehandelt hat, der seine Verhandlung etliche Jahre in die Zukunft verlegt, interessiert dort niemanden mehr, was Al in der Menschenwelt treibt.  

Dann wird es noch ein wenig turbulenter. Rachel besucht Quen und sie erfährt, dass Quen mit der gleichen „Krankheit“ zu kämpfen hat, an der ihr Vater damals gestorben ist. Mehrere Dinge werden ihr klar, die ihr gesamtes Weltbild durcheinander bringen und die mich mehr als überraschten. 

 

Wenn ihr Vater nicht ihr Vater ist, wer ist es dann? Und was hat Trents Vater getan, um damals ihr Leben zu retten? Welche Veränderungen in ihrem Erbgut hat er vorgenommen?  

 

Da Al an Rachel nicht heran kommt, greift er ihre Familie an und nachdem Rachels Mutter eine Nacht den Dämon in einem Zirkel ertragen musste, reicht es Rachel. Sie will die Namen tauschen, aber dazu braucht sie eine Zellprobe Als. Und die bekommt sie laut Ceri nur an einer Stelle: im Ever-After in der Zelldatenbank der Dämonen, in der auch die Daten aller ehemaligen Familiars abgelegt sind, das heißt, in der sich auch die Elfen-Probe befindet, die Trent so gern haben möchte.  

 

Da man eine Reise ins Ever-After nur von den Dämonen erkaufen kann, erklärt sich Trent bereit, das zu tun, wenn er im Gegenzug mitkommen kann. Nun ja, wie sollte es anders sein. Dummerweise hat sich Jenks in Rachels Tasche versteckt und da Trent nur 4 „Trips“ gekauft hat, scheinen 3 mit dem Hinweg verloren zu sein. Allerdings wären sie ohne den Pixie nicht an die Proben gekommen und dann ist der Pixie mit der Elfenprobe verschwunden und Rachel und Trent sitzen im Ever-After fest. Rachel schafft es noch, den Fluch auszuführen, der ihren Namen gegen Als tauscht, dann übermannen die Dämonen mit Minias an der Spitze sie.

 

Sie erwachen im Dämonengefängnis zusammen in einer Zelle, mit einem tobenden Algialarept in der Nachbarzelle, der Rachel schwört, dass es nur noch ein paar Minuten bis Sonnenuntergang sind, und dann würde man ihn rufen und er würde sofort wiederkommen und in ihrer Zelle erscheinen und sie langsam und qualvoll töten. Dass ihn niemand mehr rufen kann, weiß der Dämon noch nicht.

 

Aber er erfährt es kurz darauf. Und wir erfahren eine Menge mehr überraschender Neuigkeiten, die ein ganz anderes Licht auf die gesamte nichtmenschliche Spezies von Harrisons Welt werfen. Da ich euch aber nun nicht alles verraten will, höre ich jetzt auf.  

 

Komischerweise schafft es Kim Harrison, dass ich die eigentlich „bösen“ Figuren ihrer Reihe mag. Ich habe Trent in mein Herz geschlossen und auch Algialarept. Vielleicht liegt es daran, dass ich den Verdacht habe, hier kommen noch Verstrickungen auf und zu, die ein Unterscheiden zwischen Gut und Böse, wie wir es eigentlich kennen, unmöglich machen.

 

Das Buch endet mit riesigen Erwartungen an das nächste. Ich würde es am liebsten sofort in den Armen halten. Wollt ihr den letzten Satz von Band 6 lesen? *gg* 

„For the first time in a long time, I knew who I was and where I was going. And right now, I was going … this way. Happily into the ever-after.”

White Witch, Black Curse - Rachel Morgen 7

 

So, da ist es nur, das Buch, auf das ich so lange gewartet habe. Und es hat mich bodenlos enttäuscht nach dem so viel versprechenden Ende des anderen.

 

All die Figuren, die mir so ans Herz gewachsen sind und von denen ich wissen wollte, wie es weiter geht und wie sich das Verhältnis zwischen Rachel und ihnen entwickelt, tauchen als Nebenchara auf und spielen keine wirkliche Rolle.

 

Hauptsächlich geht es in diesem Buch darum, dass Rachel etwas gegen den Vergessenszauber tun will, mit dem Jenks sie belegt hat, damit sie sich nicht in einem Selbstmordunternehmen auf den Mörder von Kisten stürzt. Es lässt ihr keine Ruhe und sie will unbedingt herausfinden, wer den Mann getötet hat, den sie liebte.

 

In diesem Zusammenhang treten ein paar Probleme auf, wie sollte es anders sein, und Rachel bekommt die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass eine gewisse Banshee-Frau, die ein Banshee-Baby und einen menschlichen Mann mit sich herumschleppt, daran gehindert wird, weiter zu töten. Ich habe keine Ahnung, warum hier ein Banshee auftaucht und ich fand die nicht sonderlich interessant. Ich dachte erst, es wäre nur Füllwerk, aber diese dumme Banshee-Frau und ihre Probleme sind die Haupthandlung des Buches.

 

Nebenbei jagt ein gewisser Tom, ein Magier, der aus der Magiergesellschaft auf Grund seiner Handlungen (Rufen von Dämonen, Benutzen schwarzer Magieflüche) ausgeschlossen wurde, die Banshee-Frau ebenfalls. Tom kennen wir aus vorherigen Bänden, ich weiß nur nicht mehr genau, was er da angestellt hat.

 

Ein Magier, den die Gesellschaft ausgeschlossen hat, kann in den normalen Läden nicht mehr einkaufen und auch seine Freunde werden ausgeschlossen, wenn sie weiterhin Kontakt zu ihm haben.

 

Und wie sollte es anders sein, unsere Rachel trifft das gleiche Schicksal. Ihre Aura ist vom Dämonenschmutz durchzogen, sie hat jeden Samstag eine Verabredung als Als Student im Ever-After und sie benutzt Zauber, die eigentlich als Schwarz gelten - alles im Sinne des Guten und sie bezeichnet sich auch als "Weiße Hexe" - das interessiert die Magiergesellschaft herzlich wenig.

 

Auch dass es Rachel zu verdanken ist, dass nicht nur Trent, sondern auch eine Menge anderer Menschen gerettet worden, zählt nicht - sie gilt als "shunned", der Grund aus dem sich Marshal, dem sie etwas näher gekommen war, wieder von ihr abwendet. Er muss es tun, um nicht ebenfalls ausgeschlossen zu werden.

 

Aufgeregt hat mich als nächstes, dass selbst Trent in der kurzen Szene, in der er mitspielt, Rachel wie eine Aussätzige behandelt, da er ja einer der wenigen ist, der weiß, was Rachel wirklich ist und was ich unmöglich finde, da sie ihm das Leben gerettet hat, dafür gesorgt hat, dass er seine blöde Elfen-DNA bekommt und weil es sein Vater war, der Schuld an dem ist, was Rachel ist.

 

Ok, kann man was erfreuliches über das Buch sagen? Rachel erfährt, wer Kistens Mörder ist, aber sie hat nicht mal eine Chance, den aus Rache zu töten, weil er schon tot ist.

 

Ich hoffe nur, der nächste Band wird interessanter.

 

 

Rachel Morgan 8 - Black Magic Sanktion

 

Nun, der nächste Band ist da und er IST interessanter. Ich glaube, ich habe ihn in 5 Tagen verschlungen und das will was heißen neben dem Baby, das meinen ganzen Tag ausfüllt.

 

Okay, wie ging es los. Rachel übt im Ever-After unter Als Anweisung einen Zauber, der ihr helfen soll, ihre Aura so zu konfigurieren, dass sie nicht beeinflusst werden kann. Ein gewisser Pierce, den ich im letzten Band völlig unter den Tisch fallen lassen hab, und der bisher als Geist in Rachels Kirche lebte (ich kann mich nicht mehr daran erinnern...) bekam im letzten Band den Körper des toten Toms und Al kassierte ihn sogleich ein und verschleppte ihn ins Ever-After als seinen Familiar. Gewisser Pierce, mit dem Rachel irgendein jugendlicher Crush verbunden hatte, treibt sich auch in Als Küche rum und als Al mal kurz verschwinden muss und Rachel ja nichts tun soll, tut sie natürlich trotzdem was und wurde fast von einer Seele besetzt, mit der sie experimentierten.

 

Al ist ziemlich sauer und er schickt Pierce zusammen mit Rachel zurück in unsere Realität, damit der auf sie aufpasst. Die Dämonenwelt ist nämlich ziemlich scharf darauf, Rachel am Leben zu erhalten, da sie der Grundstein einer neuen Dämonengeneration sein könnte.

 

Der Leitfaden dieses Teiles ist, dass die Hexengesellschaft keine anderen Sorgen hat als Rachel zu verfolgen, weil sie sie einsperren, ihr die Magie nehmen und verhindern wollen, dass sie jemals Kinder bekommt und Rachel alle Hände voll zu tun hat, einem Attentat nach dem anderen zu entgehen und nebenbei einen Plan austüftelt, der ihre Ausgrenzung rückgängig macht.

 

Dieses Buch ist voll nach meinem Geschmack. Meine Lieblingscharas Al und Trent spielen mit und eine große Rolle. Man erfährt viele Neuigkeiten über das Ever-After, seine Entstehung und den Ursprung der Ley-Linien. Rachel erhält durch einen Pandorazauber, den sie von Trent bekam, einen Teil ihrer Kindheitserinnerung zurück. Sie wollte unbedingt wissen, warum sie Trent so gar nicht mag (*prust*), aber die Erinnerung schien mir eher so, als wäre sie als 11-Jährige ein wenig in ihn verschossen gewesen und eifersüchtig, dass er ihrer Freundin mehr Aufmerksamkeit geschenkt hat.

 

Einzige traurige Szene ist, als Jenks Frau Matalina bei einem Angriff der Fairys auf die Kirche ums Leben kommt. Ihr Tod war zu erwarten, da Pixies selten älter als 20 Jahre werden und beide, also Jenks und Matalina, dieses Alter erreicht haben. Ich hatte mich schon gewundert, wie Harrison das Problem lösen will, denn ohne Jenks ist das Buch nur noch halb so viel Wert, aber hier erfahren wir so nebenbei, dass Jenks biologische Uhr zurückgesetzt wurde, als Rachel ihn durch einen Zauber auf menschliche Größe gebracht hat. Ich kann mich nicht entsinnen, dass das damals in dem Buch erwähnt wurde, aber es ist sehr schön. Dummerweise ist es bei Pixies Tradition, dass wenn einer stirbt, der andere ihm folgt und obwohl Matalinas letzte Worte waren, dass Jenks seinen Traum weiterleben und ihr nicht folgen soll, er das nicht will. Hier kam eine wirklich rührende Szene, weil sich Rachel auf Pixiegröße verkleinerte und Jenks seine Selbstmordideen ausredete und ihn endlich auch mal drücken konnte, um ihm in seiner Trauer beizustehen.

 

Das Buch endet damit, dass Rachels Verbannung bis zur Versammlung der Hexen ausgesetzt ist, die in einigen Monaten stattfindet und Trent ihr das Ultimatum stellt, dass er ihr nur hilft, wenn sie den Familiar-Band zu ihm kappt und wenn sie das nicht tut, will er sie umbringen. Er formuliert das auch so nett. *g*

 

Also lassen wir uns überraschen, wie es weiter geht.

 

 

Pale Demon - Rachel Morgan 9

 

Um es vorweg zu sagen: Das ist das beste Rachel Morgan Buch dieser Serie bis jetzt.

 

Aber beginnen wir am Anfang.

 

Rachel und Trent müssen an die Westküste und das innerhalb einer gewissen Frist. Während Rachel gezwungen ist, vor dem Hexenzirkel auszusagen, um ihre Bannung rückgängig machen zu können, erfahren wir von Trent nur, dass er einen Elfenquest zu erledigen hat. Für Rachel ist diese Aussage sehr wichtig, da ihr sonst nichts anderes übrig bleibt als im Ever After zu leben (oder Alcatraz, aber das ist nicht wirklich eine Option) Trent darf nur ein Auto benutzen und Rachels Bannung verhindert, dass sie in ein Flugzeug steigen kann.

 

Trent verspricht, vor dem Hexenzirkel für Rachel auszusagen, wenn sie garantiert, dass er innerhalb der vorgegebenen Frist an den Ort seines Quests gelangen kann.

 

Und das ist der Inhalt des Buches: Setze Rachel zusammen mit Trent, Ivy und Jenks in ein Auto, lass sie quer durch das Land fahren und es steht fest, dass dies keine gewöhnliche Reise wird.

 

Hinter Trent sind die Auftragskiller seiner Ex-Verlobten Ellasbeth her, der Hexenzirkel schickt Vivian, die ein Auge auf Rachel haben soll und dann taucht noch dieser seelenfressende Dämon auf, der auch in der Sonne wandeln kann und so unermesslich stark ist, dass es fast unmöglich ist, ihn zu besiegen. Hier stellt Vivian fest, dass ihre weiße Magie völlig nutzlos ist und nur Rachels Zauber Schutz und die Möglichkeit bieten, den Dämon erst einmal zu bannen. Ab diesem Zeitpunkt sitzt Vivian dann auch noch mit in dem Auto und Rachel hat einen Verbündeten mehr.

 

Vor allem, dass Trent und Rachel auf engen Raum zusammengesteckt wurden, führt zu den herrlichsten Streitgesprächen und das ist etwas, was mir an diesem Buch besonders gut gefällt. Schon seit dem ersten Band gibt es immer wieder diese Verbindung zwischen den beiden, die aus ihrer Kindheit rührt und sich wie ein Faden durch die Bücher zieht. Die Luft prickelt zwischen ihnen, entlädt sich in Streitgesprächen und wird immer wieder durch das auf und ab der turbulenten Handlung angeheizt. Und sehr oft erwischen wir Rachel dabei, dass sie Trents gutes Aussehen sehr wohl wahrnimmt – öfter als ihr lieb ist.

 

Trotz aller Hindernisse erreichen sie die Westküste lebend, Trent bricht zu seinem Quest auf und eine nervöse Rachel tritt vor den Hexenzirkel. Im Laufe der Reise und den damit verbundenen Entscheidungen, die Rachel fällen musste, war ihr klar geworden, dass es fast unmöglich sein dürfte, die Zirkelmitglieder davon zu überzeugen, ihren Bann aufzuheben. Und so sind die Szenen, die sich dort abspielen auch nicht unbedingt unerwartet.

 

Neben all diesen Problemen erhalten wir einen neuen und tieferen Einblick in die Dämonenwelt und vor allem ein sehr besorgter und zuvorkommender Al, der sich sehr wünscht, Rachel würde der Welt den Rücken drehen und im Ever After leben, lässt angesichts der Behandlung, die Rachel unter ihresgleichen widerfährt, den Gedanken aufkommen, dass Rachel im Ever After vielleicht besser aufgehoben wäre. Hier bleibt abzuwarten, wie es weitergeht, denn die Prüfung, die Rachel im Ever After ablegen muss, um zu beweisen, dass sie ein echter Dämon ist, besteht sie mit Bravour.


Während Rachels Zeit im Ever After randaliert und mordet der seelenfressende Dämon derart, dass auch die stursten Zirkelmitglieder zu der Überzeugung gelangen, dass sie ohne Rachel dem Untergang geweiht sind. Rachels Verbannung wird aufgehoben, wenn sie den Dämon bannt.

 

Es klingt „einfach“, ähnlich jedem anderen Harrison- Buch, wenn die Spannung zum Ende steigt und wir erwarten, dass unser Heldin als Siegerin hervorgeht. Es endet aber ziemlich unerwartet. Natürlich schafft es Rachel, den Dämon zu bannen, aber der Kampf in den Ley-Linien hat so viel Kraft gefordert, dass sie ohne Verbindung zu ihrem Gargoyle verloren gewesen wäre. Dieser spürt sie und ruft Hilfe, aber auch der sofort herbeigeeilte Trent kann nur noch feststellen, dass Rachel ihre Aura verloren hat und ihre Seele völlig schutzlos ist.

 

Um sie zu retten, muss Trent ihre Seele vom Körper trennen, damit sie überleben kann und ihr Körper Zeit hat, eine neue Aura aufzubauen. Und es ist nur ihr seelenloser Körper, den ein fuchsteufelswilder Al sieht als er bei Einbrechen der Dunkelheit endlich auftauchen kann. Ab diesem Moment ist Rachel für die Dämonengemeinschaft tot.

 

Nachdem Trent Wochen später Seele und Körper wieder vereint, was sich durch Rachels Unkooperativität als sehr schwierig erweist, erfährt sie, dass ihr jetzt das Leben offen steht, das sie schon immer haben wollte: eine normale Erdhexe, ohne Verbindung zum Dämonenkollektiv und ohne die Macht, Dämonenzauber anzuwenden, dank eines Elfenzaubers – wenn sie es will.

 

Das Buch endet mit dieser offenen Entscheidung. Ich hoffe, sie entscheidet sich für ihre wahre Natur und ich würde Al vermissen, wenn sie als normale Hexe leben will. Ich lasse mich auch überraschen, wie es zwischen Trent und Rachel weitergeht.

 

Die, die nicht noch mehr gespoilert werden wollen, sollten jetzt aufhören zu lesen.

 

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Für die, die wie ich nicht genug gespoilert werden können, möchte ich noch folgendes sagen:

 

Es gibt zwei Kussszenen in dem Buch, eine mit Al und eine mit Trent, also wer da schon lange drauf wartet, so wie ich, der sollte sich das Buch schleunigst kaufen! Vor allem die mit Trent ist absolut süß, weil Rachel dazu überredet werden muss. *g*

 

Und dann ist da noch die Tatsache eines Elfenquest, der leider etwas kurz gekommen ist und wir nur mit dem Ausgang, nämlich, dass Trent seine Tochter im Arm hält, konfrontiert werden. Eine Tochter, die die erstgeborene der neuen Elfengeneration ist, die Zukunft der Elfen revolutionieren wird und zu der Rachel von Trent das Versprechen bekommt, sie würde bei dieser Zukunft ein Mitspracherecht haben.

 

Wenn das nicht mal gute Vorlagen für das nächste Buch sind.