
Titel:
Rache
Autor: Nightsky
Teile: 1
(abgeschlossen)
Altersfreibgabe: ab
18
Pairing: Daria/Alvaro
(ich hab's so mit den Namen -> könnten aber auch mal als Josephine und Alexander
auftauchen)
Bild: Laborratte
beta by:
Cloegirl
Disclaim: Es ist eine
Fantasystory, also darf ich mal endlich sagen: ALLES GEHÖRT MIR. *lol*
Kommentar: Ne
Klassenkameradin, die die Story schon gelesen hat, meinte danach zu mir, ich
sollte langsam mal nen Psychiater aufsuchen. (sie kennt auch meine FFs). Ich
weiß nicht ganz. Sagt mir, ob ich einen brauche.
~*~*~*~
Sie lag auf ihrer Pritsche zusammengekauert. In ihrer kleinen Zelle war es dunkel und feucht. Das Wasser, das man ihr gegeben hatte, war dreckig und fast nicht trinkbar, aber ihr Körper schrie nach Wasser, also trank sie, wenn sie es dringend brauchte. Man hatte ihr seit drei Tagen nichts zu essen gegeben. Sie sollte hungern und das tat sie.
Vor etwas drei Wochen waren die Priester und Soldaten der Inquisition auf der Suche nach Hexen und Ketzern durch ihr kleines Dorf gekommen. Sie hatten alle Häuser durchsucht und die meisten davon auch noch verwüstet oder zerstört. Sie hatte so gehofft, dass man ihr kleines Häuschen im Wald, das sie mit ihrer Familie bewohnte, nicht entdecken würde. Doch das war zu ihrem und ihrer Familien Leid nicht geschehen. Sie war sich auch fast sicher, dass man sie verraten hatte. Die Priester und Soldaten kamen durch den Wald zu ihr. Sie entdeckte sie zum Glück frühzeitig und konnte somit ihre Eltern und ihre jüngeren Geschwister in Sicherheit bringen.
Doch dieses Glück besaß sie selbst nicht. Sie wurde gefasst und von den Soldaten verschleppt. Nur wenige Stunden später war sie hier gelandet. Im Kerker, in einer kleinen Zelle.
Einer der Priester, einer mit kurzen schwarzen Haaren, war zu ihr gekommen und hatte sie verhört. Er wollte von ihr wissen, wo ihre ganze Familie war. Sie hatte nicht darauf geantwortet, sondern nur gefragt, warum sie hier war.
Und er hatte immer wieder zu ihr gesagt: „Du bist der Hexerei und des Hochverrats an der Kirche beschuldigt. Deine einzige Chance, hier wieder lebend herauszukommen, ist, dass du mir verrätst, wo deine Familie und die anderen Hexen eurer Gemeinschaft stecken und du dich wieder Gott zuwendest.“
Sie hatte schweigend von ihrer knienden Position zu ihm aufgesehen, aber kein Wort war über ihre Lippen gekommen.
Er hatte lange auf sie eingeredet, doch Lippen waren verschlossen geblieben. Schließlich war seine Geduld mit ihr und ihrer Verschwiegenheit am Ende und ihm war die Hand ausrutschte. Er hatte ihr eine schallende Ohrfeige verpasst, die sie bis an die nächste Wand befördert hatte. Wo sie an der Wand gelehnt und sich die Wange haltend stehen geblieben war. Sie hatte ihn erst fassungslos und dann wütend angesehen. Er hatte nur ein fieses Grinsen auf seinem Gesicht.
Er war auf sie zugegangen, hatte ihr in die Haare gegriffen und sie aus dem Verhörraum, tiefer in das Verließ gezerrt. Sie hatte nicht mitbekommen, wohin man sie gebracht hatte, aber sie wusste sofort, dass sie wahrscheinlich nie wieder lebend hier heraus kommen würde.
Der Priester hatte sie, immer noch an den Haaren zerrend, in einen Raum gebracht. Sie hatte vor Schmerzen die Augen geschlossen und jetzt, wo er mit ihr stehen geblieben war, hatte sie sie wieder geöffnet. Und war erstarrt.
„Vielleicht redest du ja jetzt endlich“, war alles, was er ihr kühl mitteilte.
Das Entsetzen hatte nach ihr gegriffen, aber noch immer sagte sie kein Wort, sondern erwiderte böse seinen Blick. Er hatte, mit einem Grinsen auf dem Gesicht, sie an einen der Wärter übergeben. Sie wollte schreien, doch sie konnte nicht.
Sie hatte alles durchgemacht, von der Streckbank bis zur Peitsche und noch schlimmeres. Doch sie redete nie. Er hatte immer nur vor ihr gestanden, mit seinem gemeinen Grinsen im Gesicht. Es schien ihm immer wieder Freude zu bereiten, sie so zu sehen. Sie wusste nicht, wie lange man sie so gefoltert hatte. Irgendwann hatte sie das Bewusstsein verloren. Aufgewacht war sie wieder in ihrer Zelle.
Eine ganze Woche dauerte ihre Qual. Sie wusste selbst nicht, warum sie immer noch lebte, oder warum sie nicht schon längst geredet hatte. Aber sie lebte noch und schwieg wie ein Grab, in dem sie sicherlich bald liegen würde. Jeden Tag hatte er sie auf die gleiche brutale Art und Weise geholt, wie am ersten Tag ihrer Folter. Er zog sie immer an ihren Haaren in die Kammer, wo sie ihre Folter erwartete.
Irgendwann schien er auch davon genug gehabt zu haben. Denn vor ein paar Tagen war er zu ihr gekommen, hatte sich vor ihre Pritsche gekniet und sie nur angestarrt. Sie hatte sich nicht gerührt und ihn auch nicht angesehen, doch sie hatte seine Blicke über ihren Körper gleiten gespürt und später auch seine Hand. Bei der ersten Berührung war sie zusammen gezuckt, wenn auch mehr wegen der Überraschung.
Würde er wirklich so weit gehen? Er, ein katholischer Priester. Dann plötzlich hatte er seine Hand zurückgezogen, war aufgestanden und verschwunden.
Ihr Fehler war gewesen zu glauben, es sei vorbei. Denn das war es nicht.
~*~*~*~
Sie wusste, dass in wenigen Minuten die Wachen kommen würden, um sie zu holen und zu ihm zu bringen. Sie litt immer noch unter der Folter, die er sich vor einer Woche ausgedacht hatte, aber noch immer kam kein Wort über ihre Lippen. Sie hatte sich geschworen, nichts zu sagen, egal wie viele Foltermethoden er sich noch ausdachte.
Und wie sie es geahnt hatte, ergriffen die Männer sie und schleppten sie in eine andere Zelle. Eine größere Zelle.
Als sie die Zelle betrat, grinste der Priester sie schon wieder an. Dieses siegessichere, dreckige Grinsen, das er immer aufsetzte, und seine Augen leuchtete in einem gefährlichen grau - blau. Sie schluckte nur. Die Wachen zerrten sie in die Mitte des Raumes und fesselten sie an die Ketten, die von der Wand herunter hingen. Eine einzelne Träne hing in ihrem Augenwinkel, doch sie gestattete dieser nicht, sich zu lösen. Sie wollte vor ihm nicht weinen.
Er umkreiste sie einmal, immer noch mit diesem Grinsen auf dem Gesicht. Dabei glitt seine Hand an ihrem Körper entlang. Sie schloss verbissen die Augen. Sie wollte ihn nicht sehen. Es war schon genug, dass sie ihn spürte und hörte. So wie sie hier hing, fühlte sie sich völlig hilflos. Aber noch schlimmer war, dass sie sich benutzt und dreckig vorkam.
Zum wiederholten Mal zerriss er ihr Gewand und sie schloss die Augen, weil sie seinen Blick, der über ihren nackten Körper glitt, nicht sehen wollte. Mit aller Kraft versuchte sie, ihre Gefühle zu unterdrücken. Sie wollte ihm nicht zeigen, was er ihr antat, wie sehr sie unter deiner Hand litt. Er sollte nicht sehen, wie sehr sie doch weinen und schreien wollte.
Und dann spürte sie ihn wieder. Seine dreckigen Hände auf ihrer Haut und auf ihrer Brust. Seinen dreckigen Mund auf ihrem Hals und auf ihrem ganzen Körper. Sein dreckiges Gerede an ihrem Ohr. Seine dreckigen Finger, mit denen er erst über ihren Körper fuhr und dann hinunter zwischen ihre Beine. Seine dreckigen Finger, die sich ihn sie stießen, in ihr spielten. Und zum Schluss seine dreckige Männlichkeit, die den Platz seiner Finger einnahm und immer kräftig in sie eindrang.
Sie schrie. Doch nicht vor Lust und Leidenschaft, sondern vor Schmerz. Und das gefiel ihm. Sie hörte sein Keuchen, seine schmutzigen Worte an ihrem Ohr und wünschte sich zum wiederholten Male, dass sie taub wäre. Sie versuchte, alles zu verdrängen, was er mit ihr tat oder was er zu ihr sprach. Sie wollte nicht fühlen, nicht hören.
Doch eins nahm sie wahr: „Das ist deine letzte Chance, meine Süße. Morgen wirst du auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Noch kannst du dein Leben retten. Sag mir, wo deine Familie und die anderen Hexen sind und du bist frei. Und lebendig.“
Erleichterung erfasste sie. Morgen würde das alles hier zu Ende sein. Morgen. Sie sagte kein Wort.
Sie hörte immer noch sein Keuchen, sein Stöhnen und spürte, wie er wieder einmal in ihr kam. Dann ließ er endlich von ihr ab, löste sie von den Ketten und befahl ihr, sich ein neues Gewand zu nehmen, das auf einer kleinen Pritsche lag.
Sein Tonfall klang wütend und sie wusste den Grund. Er war wütend, weil sie immer noch nicht redete. Das bereitete ihr Genugtuung, aber sie war auch glücklich und froh, dass er seine Wut nicht an ihr ausließ, wie er es in den letzten Tagen immer gemacht hatte, indem er sie auf die Knie zwang, sie auspeitschte und sie sich dann vor ihm auf alle vier stellen musste, damit er sich wieder in sie stoßen konnte.
Im Vergleich zu den letzten Tagen war dieser anders abgelaufen. Nicht ganz so brutal.
Die Wachen brachten sie wieder in ihre Zelle, wo sie sich gleich auf ihre Pritsche niederließ. Morgen war alles vorbei. Morgen. Nun erlaubte sie ihren Tränen doch zu fließen. Aber es waren Tränen der Erleichterung. Und mit dem Gedanken, morgen endlich erlöst zu werden, schlief sie ein.
Es war töricht gewesen war, zu denken, dass er sie in der letzten Nacht noch in Ruhe lassen würde. Das wurde ihr klar, als sich gegen Mitternacht ihre Zellentür öffnete und er eintrat.
Und somit wurde die letzte Nacht ihres Lebens doch noch zur Hölle. Er schlug sie, aber immer nur dahin, wo morgen niemand die blauen Flecke und Blutergüsse sehen würde. Er zwang sie wieder, vor sich auf allen vieren zu knien. Er tat alles das, was er mit ihr schon die ganze Woche getan hatte. Seine Rache an ihr, weil sie nicht sprach, dauerte die ganze Nacht. Und seine Vergewaltigungen liefen alle so brutal wie möglich ab. Und sie ließ es geschehen.
~*~*~*~
Er ließ erst von ihr ab, als die Sonne wieder aufging. Wund und verletzt von der Nacht lag sie vor ihm auf dem Boden, aber der Blick ihrer Augen war noch immer ungebrochen. Es würde bald vorbei sein, aber sie würde mit dem Wissen sterben, dass er nicht gewonnen hatte.
Wenig später trug er sein Priestergewand wieder an. „Steh auf und zieh dich an. In wenigen Stunden, wirst du geholt werden und deinem Tod ins Auge sehen.“ Sein Zorn schwang immer noch in seiner Stimme mit.
Sie erhob sich vom Boden und legte ihr graues Gewand wieder an. Sie wollte nicht sehen, welche Wunden er ihr zugefügt hatte, es reichte, dass sie sie spürte. Sie ließ sich wieder auf ihrer Pritsche nieder und er verschwand. Die ganze Nacht über war sie stark geblieben, hatte in seiner Gegenwart keine Träne vergossen und jetzt wollte sie es nicht mehr. Denn ihr Leiden würde heute enden.
Eigentlich war es unglaublich, was hier geschah. Er, ein katholischer Priester, hatte sich an ihr, einer Priesterin der Göttin, vergangen. Er würde büßen, das schwor sie sich. Egal, was noch kommen möge, er würde büßen.
~*~*~*~
Die Sonne stand im Zenit, als sich die Tür zu ihrer Zelle wieder öffnete. Er kam zusammen mit ein paar Soldaten, die sie von der Pritsche hoben und nach draußen schafften. Sie wehrte sich nicht. Sie war viel mehr erleichtert, dass das alles nun ein Ende hatte. Draußen auf den Platz hatte sich eine Menschenmasse gebildet, die schrie, sie eine Hexe schimpfte und sie bewarf. Doch es kümmerte sie nicht. Sie lief sich willenlos an den Pfahl ihres Scheiterhaufens binden. IHRES Scheiterhaufens. Wie ironisch.
Während des Ganges durch die Menschenmasse hatte sie den Kopf gesenkt gehalten, aber nun hob sie ihn wieder. Sie sah ihn auf einem Podium stehen und zu den Menschen sprechen.
„Josephine Delora, du bist der Hexerei, des Hochverrats an der Kirche, der Verführung der Männer und Hurerei beschuldigt und verurteilt. Das Urteil lautet Tod auf dem Scheiterhaufen.“
Mit einem finsteren Blick musterte sie den Mann, der ihr all die Dinge angetan hatte und sie jetzt auch noch beschuldigte, dafür verantwortlich zu sein, was er mit ihr getan hatte. Das war zu viel. Das war zu viel für sie und sie brach den Zauber, der sie schweigen ließ.
„Alvaro!“, schrie sie und der Priester drehte sich zu ihr um, genau wie die anderen Menschen.
„Sieh an, die Hexe kann doch sprechen. Nun ist es vorbei, Josephine. Das Urteil wurde gesprochen und du wirst brennen.“ Sie schaute ihm direkt in seine Augen und ein Lächeln erschien auf ihrem Gesicht, als sie die Wärme spürte, die sich in ihrem verletzten Körper ausbreitete und sie wusste, nun würde ihr Peiniger seine Strafe erhalten. Ihre Göttin, der sie seit Jahren diente, gab ihr nun die Kraft, um sich zu rächen.
„Das mag sein“, meinte sie leise. „Auch wenn ich hier und heute sterbe, werde ich nicht durch deine Hand sterben. Und du wirst noch vor mir sterben.“
Er lachte nur. Sie löste durch einen Zauber die Fesseln und befreite ihre Hände ganz. Die Wachen wollten vortreten und sie wieder festbinden, aber sie blieben stehen oder wichen zurück, als sich die Luft um sie herum erhellte, sie erstrahlen ließ und sich ihr graues Gewand in ein schneeweißes verwandelte. Ihre zerzausten und mit Blut und Dreck verklebten Haare, erschienen nun wieder sauber und geordnet und leuchteten in einem wunderschönen Braunton. Ihr Körper hatte sich wieder erholt und die blauen Flecken und Blutergüsse, die man trotzdem gesehen hatte, waren verschwunden. Und ihre Augen leuchteten in ihrem grünblau.
„Da seht ihr es!“, schrie er. „Sie ist eine Hexe.“
In seiner Stimme hörte sie Angst und ein Lächeln erschien auf ihrem Gesicht. Nun war sie es, die versuchte ihn einzuschüttern, nur mit dem Unterschied, dass es ihr gelang.
„Ich bin keine Hexe“, rief sie. „Ich bin eine Priesterin der Göttin und das ist ihre Macht. Alvaro, du bist ein Priester eines Gottes und doch nur ein Hurensohn. Du hast dich an einer Priesterin der Göttin vergangen, sie geschändet und geschlagen. Die Rache der Göttin sei dir gewiss. Du, Priester Alvaro d’Alexandre, wirst durch meine Hand sterben, durch die Hand Daria de Josephines.“
In ihren Händen sammelte sich die Macht und es bildeten sich kleine, weiße Energiebälle. Als sie groß genug waren, schleuderte sie sie auf ihn.
Die Energiebälle blieben nur wenige Zentimeter vor ihm stehen und er schien schon die Hoffnung zu haben, doch verschont zu bleiben. Aber dieses Gefallen würde sie ihm nicht tun. Sie machte eine Handbewegung und die beiden Energiebälle teilten sich und nun umkreisten kleine, weiße Punkte seinen Körper, die an manchen Stellen Brandwunden entstehen ließen. Er schrie immer wieder auf, sobald ein kleiner, weißer Energieball ihn traf und fiel auf seine Knie.
Mit einer weiteren Handbewegung ihrerseits, die aussah, als würde sie etwas zu ihm schieben, traten die leuchtenden Punkte in seinen Körper und ließen ihn nun hell leuchten. Er wurde vom Boden gehoben und schwebte nun in der Luft. Sie zog ihn zu sich. Wenige Meter vor sich und über dem Boden blieb er schweben.
Er hatte aufgehört zu schreien, keuchte aber schwer. Sie hob ihre andere Hand, die ihn nicht in der Luft hielt. Wieder bildete sich ein weiß leuchtender Energieball, der nur wenig später direkt in seinen Körper eindrang. Das Licht, das seinen Körper umhüllte, leuchtete nun grell und verbarg ihr fast den Blick auf seinen Körper, der sich in ihrer Umklammerung wand.
Er schrie auf, als die tödliche Macht ihrer Magie ihn durchdrang. Niemand eilte ihm zu Hilfe. Es wäre auch vergebens gewesen. Sein Schreien hallte wie eine wunderschöne Melodie in ihren Ohren. Sie sah, wie seine Haut dunkler wurde, aufplatzte und das Licht ihn von innen heraus auffraß. Sie ließ ihn zu Boden sinken. Er schrie noch immer, obwohl sein Körper schon auf dem Boden zusammengebrochen war und sich dort wand. Dann fiel er in einem Häufchen Asche zusammen und das Schreien verstummte abrupt.
Erst jetzt reagierte die Masse wieder. Schreie kamen an ihr Ohr, aber darum kümmerte sie sich nicht. Sie hatte ihre Rache bekommen. Sie bemerkte auch nur nebenbei, dass die Wachen zu den Fackeln griffen und ihren Scheiterhaufen anzündeten.
Sie schaute gen Himmel und dankte ihrer Göttin dafür, dass sie ihre Macht haben durfte. Über ihr zogen sich die Wolken rasend schnell zusammen und nur wenig später war ein Donner zu hören. Ein Donner, denn nur sie vernahm.
Sie lächelte ein gequältes, doch glückliches Lächeln, als sie die vereinzelten Blitze sah, die ebenfalls nur sie wahrnahm. Sie wusste, dass ihre Qual nun vorbei war. Ein Blitz traf sie direkt und hüllte sie in helles, warmes Licht ein. Sie schloss die Augen und brach, immer noch lächelnd, zusammen.
Der Regen, der nun fiel, löschte das Feuer des Scheiterhaufens. Aber dieser war nun auch nicht mehr nötig. Mit dem letzten Donner, den sie vernahm, aber nun auch alle Menschen auf dem Platz mitbekamen, verhallte auch ihr letzter Herzschlag. Und sie war endlich frei.
Und so starb der katholische Priester Alvaro d’Alexandre durch die Hand von Daria de Josephines, einer Priesterin der Göttin.
Und diese wurde durch die Hand der Göttin begnadigt.
The End