
Bild von anja25ive
Autor: Chirugal
Originalstory:
http://www.fanfiction.net/s/4149644/1/Scarlet_Secrets
Übersetzer: Elfenwesen
Inhalt: Abby1600 und SemperFi 12 treffen sich im Netz. Nicht
die übliche Chatroom-Geschichte.
Spoiler: Spielt nach 2x09 "Forced Entry"/"Leere Augen"
Altersfreigabe: ab 16 Jahren
Disclaimer: I do not own the characters in this story, nor do I
own any rights to the television show "Navy NCIS". They were created by Donald
P. Bellisario and Don McGill and belong to them and the CBS Television Network.
Hauptcharakter(e)/Paar(e): Abby/Gibbs
Beta: Cloegirl
Teil 1 Teil 2
~*~*~*~
Teil 1
Gibbs
„Okay, jetzt bist du startklar. Wenn du deine Geschäfts-E-Mails checken willst, dann klickst du auf diesen Link hier. Er bringt dich direkt zu der Seite und du kannst deine ID und dein Passwort eingeben, wie du es im Büro auch tun würdest. Wenn du online etwas finden willst... solltest du vielleicht mich oder McGee anrufen. Aber für den Fall, dass du uns nicht erreichst, gibt es immer noch Google.“
Ich sehe Abby, die mir ein freches Grinsen zuwirft, mit einem Stirnrunzeln an. Wir sind in meinem Wohnzimmer und sie hat mir ihren alten Laptop eingerichtet, komplett mit Internetanschluss, trotz meiner Einwände, dass ich keinen brauche und absolut dazu in der Lage bin, um vier Uhr früh zur Arbeit zu fahren, wenn ich meine E-Mails abrufen muss. Ich ignoriere meinen Ärger über ihre liebenNeckereien und entschließe mich, ihr stattdessen ihren Willen zu lassen. „Google?“
Alle beide ihrer perfekt gezupften Augenbrauen schnellen in die Höhe und sie starrt mich mit unverhohlenem Erstaunen an. „Gibbs, du hast nie von Google gehört?! Heilige…“ Sie lehnt sich wieder über mich, tippt auf der Tastatur eine Adresse ein und dann erscheint eine weiße Seite auf dem Bildschirm. Nach ein paar weiteren Befehlen an den Computer setzt sie sich zurück.„Da. Dieser Link dort, unter dem für die E-Mails. Wenn du darauf klickst, wird diese sich diese Seite öffnen. Dann ist alles, was du noch machen musst, hier einzugeben, wonach du suchen willst, und dann klickst du dich einfach durch die Ergebnisse bis du hast, was du wolltest. Versuch’s mal.“
Mit einer düsteren Vorahnung lehne ich mich nach vorn und gebe ein Word ein. Boot. Nachdem ich die Entertaste gedrückt habe füllt sich der Bildschirm mit einer verwirrenden Menge von Worten. Abby kichert neben mir. „Okay, gut. Aber das ist eine sehr allgemeine Suche. Je mehr Details du ihr gibst, desto mehr Glück hast du auch wirklich das zu finden, was du willst. Obwohl, vielleicht wäre es sogar dann besser, wenn du mich anrufst. Es sei denn, natürlich, du suchst nach Pornos. Dann bist du auf dich allein gestellt.“
Ich wende mich ihr zu, halb amüsiert. „Warum lass ich mir diesen Mist von dir gefallen, Abby?“
Sie strahlt mich an. „Weil du mich liebst natürlich!“
Das war vor einem Monat. Ich habe den Laptop seit damals kaum angefasst und Abby hat die Hoffnung aufgegeben, dass ich es irgendwann gewohnt sein werde, auf Webseiten rumzuhängen und mit Leuten zu reden, die ich nie getroffen habe. Ich habe einfach den Sinn darin nicht gesehen.
Heute allerdings ließ mich ein Gedanke einfach nicht los.
Früher am Tag lösten wir einen Fall, in dem es um eine Webseite namens Scarlet Secret ging. Als sie uns die Verwicklung der Seite mit dem Fall erklärte, zeigte Abby uns auf dem Plasmabildschirm eine Seite die sie für sich selbst dort als persönliches Profil kreiert hatte. Obwohl McGee darauf bestand, dass die Seite neu war, damit Abby sie durchsuchen konnte, erzählte mir seine Haltung doch eine andere Geschichte.
Ich fand mich selbst neugierig darauf, ob das, was Abby uns als ihre Profilseite gezeigt hatte, auch der Wirklichkeit entsprach.
Während der Computer hochfuhr, widerstand ich dem Drang, mir selbst eine auf den Hinterkopf zu hauen. Jahrelang hatten ich und Abby eine neckische Beziehung, die manchmal in eine sexuelle Richtung tendierte. Ich wusste, sie und McGee waren in einer mal-wieder-mal-wieder-nicht Beziehung, und dass sie mich vielleicht nur als Vaterfigur sah, aber dennoch weigerte sich mein verräterischer Geist, die Hoffnung aufzugeben, dass sie doch mehr fühlte.
Mich an den Vortrag erinnernd, den Abby mir gegeben hatte, klickte ich auf das Google-Ding und war erleichtert, als sich die weiße Seite, an die ich mich erinnerte, lud. Ich tippte ‚Scarlet Secret“ ein und drückte den Suchknopf. Sofort erschienen jede Menge Ergebnisse. Auf das Beste hoffend, klickte ich das erste an und ein vertrautes Set von Graphiken sprang auf den Bildschirm. ‚Scarlet Secrets: Wo anspruchsvolle Erwachsene sich austoben können‘ verkündete der Header.
Ich hatte zwei Mal richtig gelegen und keine Ahnung, wie ich das geschafft hatte, oder was ich als nächstes tun sollte.
Während ich die Seite überflog, sah ich etwas, das vielversprechend aussah und klickte darauf: 'Mitglieder suchen'. Der Computer brachte mir eine neue Meldung: 'Loggen Sie sich ein, um dieses Feature nutzen zu können. Kein Mitglied? Klicken Sie hier um Ihr Scarlet Secret Abenteuer zu beginnen!'
Verdammt. Das war komplizierter als ich gedacht hatte. Auf das Beste hoffend klickte ich und wurde aufgefordert, Informationen einzugeben. Zumindest schien es gratis zu sein…
Fünf Minuten später hatte ich meinen eigenen Benutzernamen: SemperFi12. SemperFi von meinen Tagen beim Corps herrührend und 12 nach der Regel, die im Büro mittlerweile berüchtigt war: Fang nie eine Romanze mit einem Kollegen an. Es war die Wurzel von Tony und Kates sexueller Frustration. Und wenn ich ehrlich war, meiner auch.
Mit meinem neu erstellten Profil, in dem jedes Feld außer Name und Geschlecht unausgefüllt war, klickte ich wieder auf den 'Mitglieder suchen' Link. In die Box schrieb ich den Namen von Abbys – vermutlich falschem – Profil: Abby1600.
Zu meiner Überraschung funktionierte es aber. Abbys Bild starrte mich verführerisch aus dem Bildschirm heraus an, so verlockend, dass es mir den Atem raubte. Neben dem Bild standen Abbys persönliche Informationen, allerdings andere, als die, die sie im Büro gezeigt hatte.
Name: Abby1600
Geschlecht: Schau dir mein Bild an. Muss man da fragen?
Steht auf: Ekstase auf deinen Befehl
Ort: Unter dem Leichenschauhaus
Mag: Coffein, Tattoos, Nachtschichten, laute Musik, Enten, meinen Boss
Mag nicht: Langweilige Leute, Boy Bands, Girl Bands, zwei Meter Kerle, die auf dem Konzert vor einem stehen
Fetische: Handschellen, ältere Männer, Tattoos, Autoritätspersonen
Ich lehnte mich in meinem Stuhl zurück und atmete langsam aus, während ich auf die Worte vor mir starrte. Das hatte ich erwartet, aber es schwarz auf weiß bestätigt zu sehen, war etwas komplett anderes. Ich kam nicht umhin zu bemerken, dass obwohl die meisten Informationen geändert wurden, ich immer noch unter 'mag‘ aufgelistet war. Sogar als mich dieses Wissen verlockte, setzten die Schuldgefühle darüber, dass ich Abbys in Privatsphäre eingedrungen war, ein.
Gerade als ich drauf und dran war, den Computer herunterzufahren, piepste er mich auf einmal an. 'Sie haben 1 neue Nachricht(en)!' verkündete ein Balken am oberen Ende des Bildschirms. Mit Besorgnis klickte ich auf den Balken und eine Art E-Mail-Ding erschien. Der Absender war Abby.
Für einen Moment erstarrte ich, mir sicher, dass mein Pseudonym zu offensichtlich war und sie wusste, wer ich war. Und dann, als ich meine Fassung wieder ein wenig zurückgewonnen hatte, begann ich zu lesen.
Hi SemperFi12,
Ich habe eben bemerkt, dass du meine Seite angeschaut hast und dachte, ich sag mal hi. Du bist neu hier, richtig? Ich hätte jemanden mit einem Navy Nickname bemerkt. Bist du ein Marine?
Abby1600
Sie konnte sehen, wer ihre Seite angesehen hatte? Sogar ich mit meinem geringen Wissen über das Internet weiß, dass das kein Standard Feature ist. Wie ich sie kenne, hat sie vermutlich noch etwas mehr gehackt als sie sollte, als sie bei der Seite undercover war. Wer wusste, zu welchen Informationen sie sonst noch Zugang hatte? Sie hätte sich genau dann ausrechnen können wer ich war.
Mein erster Instinkt war, den Computer sofort auszuschalten und hoffen, dass sie nicht misstrauisch wurde, aber mein gesunder Menschenverstand sagte mir, dass es weit weniger auffällig wäre, eine kurze Unterhaltung zu führen, gefolgt von einem höflichen Abschied. Langsam –gibt es irgendeinen anderen Weg für mich? – begann ich eine Antwort einzutippen.
Nett dich kennenzulernen. Yeah, ich bin neu, und nein, nicht mehr im Corps. Ich war allerdings mal. Wie geht’s?
Während ich die Nachricht absandte hörte ich das Echo ihrer Stimme in meinem Kopf. Nunja, es ist wie Freunde zu haben, aber eben ausschließlich für Sex. Ich wollte nicht zugeben, wie willkommen mir das wäre.
Nur ein paar Sekunden später kam schon eine Nachricht zurück.
Na dann herzlich willkommen bei Scarlet Secret. Ich arbeite sozusagen für die Navy, deshalb war ich neugierig. Mir geht’s gut, danke – bis zum Maximum mit Coffein gefüllt und ein wenig geil, kann mich nicht beschweren. ;) A/G/O?
Meine Phantasie lief sofort auf Hochtouren und ich musste mich sehr zusammen reißen, um all die Bilder zu verdrängen, darin war ich mittlerweile ein Experte. Ein paar blieben und neckten mich aus den hintersten Ecken meines Gehirns heraus, dann wendete ich meine Gedanken dringlicheren Dingen zu, um mich abzulenken. Was zur Hölle bedeutet ';) A/G/O'?
Nachdem ich einige Minuten versuchte, es rauszufinden musste ich mich geschlagen geben. Dieser Sache war ich nicht gewachsen. Obwohl ich wusste, dass es riskant war, spezifischere Informationen über mich Preis zu geben, tippte ich eine Antwort.
Wenn ich sage, dass ich neu bin, dann meine ich neu im Internet. Bei dem ';) A/G/O'-Ding hast du mich verloren. Erklärst du es mir? Du arbeitest für die Navy – wo bist du stationiert?
Ich wusste, dass ich versuchen sollte die Unterhaltung zu beenden, aber es war zu verführerisch einfach weiterzumachen. Ich schob mein Gewissen bei Seite und wartete.
Oh, okay. Ich muss meinem technophoben Boss ständig etwas erklären, also mach dir deshalb keine Sorgen, es ist okay. So ;) ist ein Emoticon. Neig deinen Kopf nach links, dann solltest du ein zwinkerndes Gesicht sehen. Und :) wäre ein Lächeln, :( wäre ein unglückliches Gesicht und so weiter. Und A/G/O heißt Alter/Geschlecht/Ort. Dein Profil ist ziemlich nackt, darum dachte ich, ich frage einfach mal. Ich würde das ausfüllen, wenn ich du wäre – wenn du es nicht tust, werden dich nicht viele Leute ansprechen.
Oh, und ich bin eine forensische Wissenschaftlerin beim NCIS. Ich sage nicht wo, bis ich dich ein wenig besser kenne, wenn das für dich in Ordnung ist.
Ich neigte meinen Kopf nach links und tatsächlich, da war das zwinkerndes Gesicht, das ich sehen sollte. Wer dachte sich sowas aus? Wer auch immer es war, war entweder ein Genie oder komplett verrückt.
Ich verdrängte den Gedanken an Abby, wie sie mir andeutungsvoll zuzwinkert und begann eine Antwort zu formulieren.
Späte vierziger/männlich/DC. Eine forensische Wissenschaftlerin, hm? Sexy und schlau. Magst du deinen Job?
Sofort nachdem ich auf den Senden-Knopf geklickt hatte, bereute ich, wohl wissend, dass ich eine weitere Grenze überschritten hatte. Ich spionierte nicht nur Abbys Privatleben aus und gab mich als jemand anderes aus, ich flirtete auch noch offen mit ihr.
Ihre Antwort kam fast umgehend.
Danke! Du scheinst ziemlich cool zu sein. Ich liebe meinen Job. Es ist viel Arbeit, aber das ist es wert. Mein Boss ist auch echt heiß – immer ein Vorteil! Was machst du jetzt, da du nicht mehr im Corps bist?
Nicht zum ersten Mal in dieser Nacht war ich vollkommen verblüfft. Ich hatte mir nie auch nur träumen lassen, dass Abby sich in irgendeiner Art zu mir hingezogen fühlt, aber da stand es in unveränderlichen Buchstaben. Ich brauchte Zeit, um darüber nachzudenken.
Vielleicht verrate ich es dir, wenn wir etwas länger miteinander geredet haben. Ich muss in ein paar Minuten los. Danke für deine Hilfe. Man sieht sich!
Ihre Antwort kam schnell.
Okay. Dann werde ich meine Augen nach dir offen halten. Du scheinst anders zu sein als die meisten Leute hier – es kommt nicht oft vor, dass man ein Gespräch führt, dass sich nicht um Sex dreht, also Danke dafür. Bis dann!
Bevor ich mich noch mehr in die Scheiße reiten konnte, loggte ich mich aus.

Abby
"Hey Kate!" Ich nahm einen riesen Schluck Caf-Pow! und setzte mich auf die Kante ihres Schreibtischs. "Wie geht es dir an diesem wundervollen Morgen?"
Kate schaute mit einem Lächeln auf den Lippen von ihren E-Mails hoch. "Hi Abby. Du hast gute Laune. Neuer Typ?"
Mein Grinsen drohte mein Gesicht in zwei Teile zu zerreißen, weil ihre Worte mich an letzte Nacht erinnerten. Obwohl – für meine Verhältnisse – kaum etwas zwischen uns gelaufen war, kam es mir trotzdem so vor als hätten SemperFi12 und ich eine Art Verbindung zueinander. Während die meisten Leute, die ich bei Scarlet Secret kennen gelernt hatte, ihre Gespräche mit 'Was ist deine Körbchengröße' begannen, war er ein perfekter Gentleman. Ich konnte nicht wirklich zuordnen, was ihn so attraktiv machte, aber ich wusste, dass ich ihn auf jeden Fall besser kennen lernen wollte.
"Vielleicht", antwortete ich Kate. "Aber es ist noch zu früh, um etwas sagen zu können."
Sie zog eine Augenbraue nach oben. "Wie ist er so?"
Ich wünschte mir, ich könnte ihr mehr erzählen. "Ich weiß noch nicht viel. Ich habe ihn im Internet getroffen, aber er war anders als all die anderen Typen. Die meisten von denen sind nur auf Cybersex aus, weißt du?" Kates leerer Gesichtsausdruck stoppt mich. "Du weißt es nicht."
Sie rutschte in ihrem Stuhl hin und her und sah etwas verlegen aus. "Ich mache diese Dinge gern auf die altmodische Art. Also, wie sieht er aus?"
"Ich hab keine Ahnung. Er hatte kein Bild und ich hab nicht gefragt."
Kate lehnte sich in ihrem Stuhl nach vorn, ganz offensichtlich besorgt. "An deiner Stelle wäre ich vorsichtig, Abbs. Er könnte fünfzig oder so sein."
Mein Lachen hinunter schluckend, stand ich auf. "Ist er so ziemlich und er hat es ohne Umschweife zugegeben." Ich zuckte ob ihres halb entsetzten Gesichtsausdruck mit den Schultern. "Es macht mir nichts aus, Kate."
"Was macht dir nichts aus?" Mein Herz setzte einen Schlag aus, als Gibbs an mir vorüber zu seinem Schreibtisch ging.
Kate holte schon Atem, um zu versuchen, mich zu retten, aber dafür gab es wirklich keinen Grund. Ich kannte meine Grenzen bei Gibbs. "Ältere Typen", sagte ich ihm. "Wow, Gibbs, du siehst müde aus."
Er setzte sich in seinen Stuhl und nahm einen Schluck Kaffee. "Hab nicht gut geschlafen. Ist die DNA schon fertig?"
Etwas verletzt ob seiner Bissigkeit schaute ich auf meine Uhr. "Sollte jeden Moment fertig sein. Ich geh nachschauen. Bis dann, Kate."
Kate murmelte eine Antwort und ich ging ich in mein Labor. Während der Aufzug runter fuhr seufzte ich, weil ich selbst die Nachwirkungen einer schlaflosen Nacht spüre. Mal im Ernst? Ich hätte alle SemperFi12s der Welt gegen eine Nacht mit Gibbs eingetauscht, aber ich wusste, das würde nie passieren, es sei denn, ich färbte mir die Haare rot und würde konventionellere Outfits tragen. Mangels Gibbs gab ich mich mit dem zufrieden, was ich kriegen konnte.
Die DNA war noch nicht durchgelaufen und um die Zeit totzuschlagen, loggte ich mich auf Scarlet Secret ein, um nachzusehen, ob SemperFi12 da war. War er nicht und ich hatte auch keine neuen Nachrichten. Ich seufzte und schloss den Browser, und fragte mich dabei, was er wohl gerade tat. Natürlich hätte ich innerhalb einer halben Stunde rausfinden können, wo der Computer stand, den er benutzte, vielleicht sogar seinen Namen – der Wurm, den ich neulich in die Seite geschmuggelt hatte, war das Risiko absolut wert –, aber ich wollte warten, bis er sich dazu bereit fühlte, mir diese Dinge zu verraten. Ich benutze meine Superkräfte für gewöhnlich nicht für das Böse.
Ich drückte den Play Button an meinem CD Player, da piepte auch schon der Computer und spuckte die DNA Resultate aus. Während ich mit einer Hand die Suchparameter in die DMV Datenbank eingab, rief ich Gibbs mit der anderen an.
"Yeah?"
"Die DNA ist fertig. Wenn du hier bist, hab ich ein Bild für dich."
"Auf dem Weg", sagte Gibbs kurz und legte auf.
Was war nur mit ihm los?
.o.O.o.
Gibbs
Das erste, was ich an diesem Abend tat, als ich nach Hause kam, war eine Kanne Kaffee aufzusetzen und meinen Laptop einzuschalten. Während ich mich bei Scarlet Secret einloggte sann, ich über die Ereignisse des Tages nach.
Als ich heute Morgen ins Büro kam, war es offensichtlich, dass Abby Kate gerade von SemperFi12 berichtete, sie kannte meine wahre Identität nicht. Jetzt da ich eine Idee hatte, wie ihre Gefühle mir gegenüber aussahen, war ihre Bemerkung darüber, ältere Männer zu mögen, schnell gefolgt von einem Wechsel zu einem sicheren Thema absolut offensichtlich. Wie konnte ich ihr Interesse zuvor übersehen? Wie konnten Kate, DiNozzo und McGee es übersehen?
Obwohl ich ein erfahrener Ermittler war, hatte ich keine Antwort auf diese Fragen. Das Einzige, was ich tun konnte, war, mich darauf zu konzentrieren, mich zu benehmen, als wäre nichts passiert. Ich würde nicht wissen, wie erfolgreich ich damit gewesen war, ehe ich online mit Abby gesprochen hatte.
'Sie haben 1 neue Nachricht(en)!' kündigte die Website mit einem fröhlichen Piepston an und ich klickt auf den Text, wobei ich versuchte, die Vorfreude zu unterdrücken, die ich fühlte.
Hey SF12!
Wie ist dein Tag bisher? Ich schreibe dir aus meiner Mittagspause bei der Arbeit und frage mich, ob du wohl später Lust hast zu chatten. Ich sollte so gegen sieben Uhr dreißig online sein, es sei denn wir bekommen einen großen Fall – hoffentlich bis dann.
Abby
Ich sah auf meine Uhr: sieben Uhr fünfzehn. Es gab nichts, was sie im NCIS Gebäude hätte aufhalten können, vielmehr hatte ich sie kurz vor mir nach Hause gehen sehen.
Ich tippte eine kurze Antwort auf ihre Nachricht, in der ich ihr sagte, dass ich da war und auf sie warten würde, dann ging ich in die Küche, um mir einen Kaffee einzuschenken. Als ich zurückkam, wartete eine Antwort auf mich.
Schön dich wiederzusehen! Ich habe heute irgendwie an dich gedacht, ist das seltsam? Ich weiß, wir haben kaum miteinander gesprochen und so... Ich habe einfach das Gefühl, dich zu kennen. Egal, fühlst du dich sicher genug, um einen Live Chat zu versuchen? Ich kann es mit dir durchsprechen...
Ich zögerte, die Ausmaße dessen, was ich tat, trafen mich einmal mehr. Abby wie sie sagte, sie würde an 'mich' denken – das war ein gutes Zeichen. Ihr Gefühl, 'mich' zu kennen... nicht so gut. Für den Fall, dass sie herausfinden würde, dass ich sie ausspionierte, konnte ich ihre Reaktion nicht vorhersagen.
Aber was war denn das Schlimmste, was passieren konnte? Ich kannte Abby lange genug, um zu wissen, dass sie kein nachtragender Mensch war, sogar in Fällen, in denen das durchaus berechtigt gewesen wäre. Im schlimmsten Fall wäre sie für ein paar Wochen sauer auf mich, aber die Anziehung zwischen uns, die wir versteckt hatten, wäre dann kein Geheimnis mehr und das konnte nicht schlecht sein.
Entschlossen begann ich zu tippen.
Ich habe auch an dich gedacht. Ich werde dieses Chat-Ding versuchen, aber es wird vermutlich eine Menge Erklärungsbedarf herrschen. Wenn du dich grade geduldig fühlst, dann lass es uns ausprobieren.
Ihre Antwort ließ dieses Mal etwas länger auf sich warten. Als sie schließlich ankam, war sie voll mit Anweisungen. In der nächsten halben Stunde führte sie mich geduldig durch den verwirrenden Setup Prozess und schließlich tauchte ein Fenster auf. 'Willst du einen Chat mit Abby1600 starten?'
Ich klickte auf 'Ja' und eine Box tauchte mitten auf dem Bildschirm auf. Darunter blinkte ein Cursor, der auf meine Eingabe wartete.
Versuchsweise schrieb ich: Hat es funktioniert?
Ja! Gut gemacht, SF12, wir machen noch einen richtigen Computer Geek aus dir!, kam die Antwort.
Ich hatte das Gefühl, etwas erreicht zu haben und ich unterdrücke ein triumphierendes Lächeln. Meine Freundin bei der Arbeit wäre stolz auf mich, sagte ich, ein Risiko eingehend, es war mir fast egal. Sie versucht immer, mich dazu zu bringen, mehr Technik zu benutzen.
Freundin oder FREUNDIN?
Nur eine Freundin, mit der ich arbeite. Eigentlich mehr als eine Freundin für mich, aber sie spielt in einer anderen Liga.
So solltest du nicht denken, antwortete Abby. Vielleicht denkt sie dasselbe von dir und ihr seid beide heimlich ineinander verliebt oder so und lebt es nur nicht aus.
Ihre Worte kamen der Realität näher als ich vermutet hatte und wieder musste ich mir einen Moment Zeit nehmen, um meine Worte zu bedenken, ehe ich antwortete. Du klingst, als würdest du aus Erfahrung sprechen.
Erinnerst du dich daran, dass ich meinen Boss gestern erwähnte? Dieselbe Situation. Er ist um einiges älter als ich und ich habe einige der Frauen gesehen, mit denen er normalerweise zusammen ist und die sind alle komplett anders als ich. Manchmal denke ich, er könnte Interesse an mir haben, aber meistens... Ich weiß nicht. Ist es dasselbe mit dir und deiner Freundin?
Mittlerweile war es unmöglich zu ignorieren, dass ich nichts zu verlieren hatte, wenn ich Abby sagen würde, wie ich für sie fühlte. Ich antwortete und ließ damit wieder einen Teil meiner Vorsicht ins Nirwana eingehen. Sie ist um einiges jünger als ich und etwas extrem. Ich denke, ich wäre ihr zu zahm.
Extrem?, fragte Abby. Inwiefern extrem?
Ein Wort würde mich verraten. Ich gab es langsam ein und starrte es eine Sekund lang an, ehe ich den Senden-Knopf drückte. Goth.
Für eine lange, eine sehr lange Minute gab es keine Antwort. Dann endlich: Gibbs?!
Noch ein Grund, weshalb mich Technik wütend macht: Ich hatte keine Ahnung, wie Abby sich fühlte, abgesehen von ihrer Ungläubigkeit. Ob es nun mit ihrem typischen Grinsen oder mit einem verwirrten und verletzten Blick gesagt wurde. Yeah, tippte ich, nicht willig mehr zu sagen, ehe ich ihre Reaktion einschätzen konnte.
Ich wusste es! :D
Das war eines dieser Gesichts-Dinger. Zum ersten Mal verstand ich, wofür sie wirklich waren.
Abbys Worte sprudelten nur so auf den Bildschirm. Nun, nein, ich WUSSTE es nicht, aber ich wusste, dass du jemand warst, den ich kannte und ich hätte mir niemals träumen lassen, dass du es bist, dass du jemals aus freien Stücken online gehst, geschweige denn mich findest, wenn du es tatsächlich tust. Aber ich habe gerade mit meinem absolut-nicht-illegalen Ortungsprogramm eine Suche über dein Profil laufen lassen und du bist es, du bist es wirklich! Wie hast du mich gefunden?
Zumindest diese Antwort war leicht. Erleichtert darüber, dass sie nicht verärgert wirkte, sagte ich es ihr: Das Google Ding.
Meinst du all die Sachen, die du gesagt hast, ernst, oder bist du nur nett, weil ich dir erzählt habe, was ich fühle?
Ich konnte sie mir vorstellen, wie sie auf ihrer Couch saß, ihren Laptop auf den Knien balancierte und auf ihren Lippen rumkaute, während sie auf meine Antwort wartete. Vielleicht mit zusammen gekniffenen Augen und gedrückten Daumen, auf das Läuten wartend, das eine neue Nachricht signalisiert. Der Gedanke brachte mich zum Lächeln.
Ich meine es ernst, Abbs.
Es gab eine lange Pause, dann eine Antwort. Sorry. Der Laptop ist von der Couch gefallen. Und du hast mich vielleicht bis zu dir 'Yay!' schreien gehört!
Ich lachte in mich hinein und wünschte mir, dort gewesen zu sein, um es zu beobachten. Ich fing an eine Antwort zu tippen, aber sie unterbrach mich. Also, Special Agent Gibbs, was hast du an?
Alle meine Gedanken verflüchtigen sich aus meinem Gehirn, als ich ihre Frage verarbeite. Ich weiß vielleicht nichts über Computer, aber ich habe die Gesprächsprotokolle gelesen, die Abby und McGee aus Laura Rowens Festplatte rekonstruieren konnten, und ich wusste genau, wohin das führte. Das gleiche, was ich heute früh auch anhatte, Abbs. Was hast du an?
.o.O.o.
Abby
Meine Finger zitterten ein wenig, als ich, so schnell ich konnte, antwortete, kaum dazu in der Lage zu glauben, dass das wirklich passiert. Mein Gehirn hatte immer noch nicht ganz kapiert, dass das Gibbs war, der mit mir sprach, über eine Cybersex Seite, der mich fragte, was ich anhatte, aber ich sollte verdammt sein, wenn ich mir das den Moment versauen ließ. Rotes Nietenhalsband, schwarzes, enges T-Shirt mit der roten Teufels-Ente drauf, schwarz rot gestreiften Rock, schwarzes BH und Tanga Set. War ich wirklich gerade dabei, das an Gibbs zu senden?
Bevor ich die Nerven verlieren konnte, drückte ich auf Enter. Er brauchte immer etwas, um zu antworten – er war noch nie der schnellste Maschinenschreiber im Westen und in den letzten zwei Tagen hatte sich nicht viel geändert – also versuchte ich, mir vorzustellen, wo er war. In seinem Keller vielleicht, auf den Treppenstufen sitzend, die zum Rest des Hauses führten, seine Flasche Bourbon neben ihm. Oder sein beinahe leeres Wohnzimmer, auf der Couch, für die seine letzte Frau keinen Platz hatte, um sie mitzunehmen, als sie ging.
Zieh das Shirt aus. Die Nachricht störte meine Träumereien und Verlangen traf mich wie ein Schlag ins Gesicht. Ich tat, worum er bat, zog mein Shirt über den Kopf und ließ es zu meinen Füßen auf den Boden fallen. Als ich wieder auf den Bildschirm schaute, war dort eine neue Nachricht. Jetzt sag mir, was du willst.
Dich, wollte ich ihm sagen. Alles von dir, irgendwas, alles, überall, immer. Ich sagte es nicht. Das wäre zu viel, zu schnell gewesen. Ich will dich hier. Ich will, dass du mich gegen die Wand drückst, meine Hände über meinem Kopf festhältst und mich küsst, bis ich nicht mehr atmen kann. Und das ist erst der Anfang.
Wertvolle Sekunden zogen sich dahin. Ich sah das Icon am unteren Rand des Bildschirm, das mir anzeigte, dass Gibbs eine Antwort schrieb, aber das würde eine Weile dauern. Vielleicht war das Internet wirklich nicht der beste Ort dafür.
Mein Handy begann neben mir zu klingeln, es erschreckte mich. Automatisch nahm ich ab, ohne auf die Caller ID zu schauen und meldete mich: "Yeah?"
"Internet ist zu langsam", sagte eine vertraute Stimme und ein weiterer Schauer der Vorfreude durchfuhr mein Fleisch.
"Du kannst nicht das Internet verantwortlich machen, nur weil du nicht tippen kannst", sagte ich Gibbs grinsend.
"Wo bist du?"
"In meinem Wohnzimmer", antwortete ich sanft.
"Geh in dein Schlafzimmer – das mit dem Bett, nicht mit dem Sarg – und setz dich auf das Bett."
Vorsichtig stellte ich den Laptop bei Seite, stand auf und ging aus dem Zimmer, zwei Stufen auf einmal nehmend. Als ich erst einmal in der Mitte meines Bettes saß und meine Beine unter mir verschränkt hatte, sprach ich wieder. "Ich bin da."
"Gutes Mädchen. Jetzt zieh diesen Rock aus und leg dich hin."
"Ja, Sir..." Vollständig im Bann seiner Stimme, die zugleich fest und beruhigend und absolut heiß klang, alles auf einmal, tat ich es. "Erledigt."
"Hmm." Ich wartete, aber Gibbs blieb stumm. Ich streckte meine Beine und den Arm, der nicht mit dem Telefon beschäftigt war zu den Ecken meines Bettes hin aus und versuchte, das schmerzende Verlangen in mir zu ignorieren. "Gibbs, du bringst mich hier um!", beschwerte ich mich schließlich und wurde mit seinem Lachen belohnt, sogar als ich bemerkte, dass das von Anfang an seine Absicht gewesen war.
"Stell dir nur mal vor", sagte er mit falscher Lässigkeit. "Ich könnte mich an dich anschleichen, während du in der Asservatenkammer bist, könnte dich nach hinten mit ziehen, wo uns keiner sehen kann , dich gegen die Regale drücken und dich ficken, so hart und fest, dass du Sterne siehst... Würdest du das mögen, Abbs?"
"Du weißt, das würde ich", flüsterte ich und krallte mich mit meiner freien Hand in das Kopfteil meines Bettes, um der Versuchung zu entgehen, mich selbst zu berühren. Ich will das so lange wie möglich hinaus zögern... aber gleichzeitig brauche ich den Fall, den Schrei in den orgasmischen Abgrund.
"Oder ich könnte dich in der Kirche finden... mich in der hintersten Bank neben dich setzen, meine Finger unter dein Kleid gleiten lassen, während die ganze Gemeinde still ist und der Predigt zuhört... Ich würde dich bis an den Rand des Orgasmus bringen und dich dort halten, bis du mich um Erlösung anbettelst, es mit deinen Fingern immer wieder und wieder buchstabierst..."
Das Bild war so stark, dass ich wimmerte, mich gegen die Bettdecke wand, als ich darum kämpfte, die Kontrolle über mich selbst zu bewahren. Ein bisschen Blasphemie muss man einfach lieben... Ich nahm meine Religion ernst, aber das machte es nur noch heißer. "Oh mein Gott, bitte Gibbs, tu mir das nicht an!"
"Willst du dich selbst berühren?", fragte er, sein sachlicher Ton wurde ersetzt durch eine so intensive Klangfarbe ersetzt, dass es mir eine Gänsehaut machte.
"Bitte...", bettelte ich erneut, mich nicht darum kümmernd, wie erbärmlich ich klang.
"Dann –" Gibbs hält mit einem entnervten Seufzer inne und als er wieder sprach, wirkte er resigniert. "Da ist jemand an der Tür. Ich ruf dich zurück, Abbs."
Mit einem Klick war die Leitung tot und ich stöhne laut aus Frustration. Ausgerechnet jetzt, warum jetzt?
Ich nahm tiefe Atemzüge, um mich selbst zu beruhigen, setzte mich auf und legte das Telefon in eine gut zu erreichende Position, während ich versuchte, die Bilder zu verdrängen, die Gibbs mir so erfolgreich in mein Gehirn implantiert hatte. Sie weigerten sich sturerweise zu gehen. Alles, woran ich denken konnte war Gibbs, wie er mich mit seinen NCIS Handschellen an die Regale in der Asservatenkammer kettet...
Nach einer Ewigkeit klingelte mein Handy und riss mich aus meiner Phantasie. "Meine Güte, Gibbs, wofür hast du so lange gebraucht?"
"Willst du darüber reden oder da weiter machen, wo wir aufgehört haben?"
All meine Neugier war sofort verpufft. "Gutes Argument."
Ich konnte das Lächeln in seiner Stimme hören. "Wo waren wir?"
Ich lehnte mich zurück in die Kissen. "Nun ich glaube, du hattest deine Hand unter meinem Kleid, in der Kir-"
Meine Türklingel unterbrach mich mit einem Läuten. Du willst mich wohl verarschen! "Klingt als ob du Besuch hättest", bemerkte Gibbs trocken.
"Ich ignoriere es", sagte ich ihm. Als ob wer auch immer an der Tür war mir sagen wollte, was er von der Idee hielt, klingelte er noch einmal und ich knurrte genervt.
"Geh hin und mach auf", sagte mir Gibbs. "Ich kann warten."
Seufzend nahm ich meinen Bademantel und ging die Treppen hinab. "Okay, okay – Ich rufe dich in fünf Minuten zurück." Ich ließ das Telefon in die Tasche meines Bademantelsgleiten, ging zur Tür und schaute durch den Türspion.
Niemand war zu sehen.
"Hm." Schulterzucken wandte ich mich ab und meine Hand griff schon nach meinem Handy. Und gerade als ich wählen wollte, klingelte es wieder an der Tür.
"Gottverdammt!" Wieder schaute ich durch den Türspion auf eine leere Straße. Okay, das fängt wirklich an mich anzupissen. Verwirrt öffnete ich die Tür und ging einen Schritt nach draußen um mich umzusehen.
Gibbs trat zurück in das Sichtfeld des Türspions und zog eine Augenbraue schadenfroh nach oben. "Ich wäre an deiner Stelle vorsichtig, wenn ich so angezogen vor die Türe gehen würde, Abbs. Man weiß nie, wer gerade vorbei kommt."
Mein Herz hämmerte gegen meine Brust, als ich einen Schritt auf ihn zu ging. Es war das erste Mal, dass ich ihn sah, mit dem Wissen, was er wirklich für mich empfand. Es machte mich schüchtern und schamlos und unbehaglich und ekstatisch, alles auf einmal. "Da war gar niemand bei dir an der Tür, oder?"
Zur Antwort zog Gibbs mich in seine Arme und seine Lippen verweilten für lange Momente an meinen. Als wir den Kuss lösten, schnappte ich nach Luft und mein gesamter Körper kribbelte. Ich konnte nicht sprechen, aber das musste ich auch gar nicht. Ich nahm seine Hand, führte ihn durch meine Tür, verschloss sie, meine Finger unbeholfen gegen die Schlösser.
Ich will dich hier. Ich will, dass du mich gegen die Wand drückst, meine Hände über meinem Kopf festhältst und mich küsst bis ich nicht mehr atmen kann.
Es war, was ich geschrieben hatte, vor weniger als einer Stunde, vor einer Ewigkeit. Ich flüsterte es jetzt, eine Erinnerung. Und – oh Gott – er tat es, er fing meine Handgelenke mit einer Hand ein und presste sie gegen die Wand, mit seinem Körper hielt er mich gegen die Wand gepinnt, während er mich küsste, hart genug, um mich zu verletzen. Ich schwelgte in der Intensität des Moments und taumelte benommen, als er sich zurückzog. Seine Arme gaben mir Halt, wie sie es schon gemacht hatten, so lange ich mich erinnern konnte, und ich lächelte zu ihm hinauf, meine Augenlider schwer von der Lust.
Ins Schlafzimmer haben wir es nie geschafft.
The End