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Autor: Chirugal
Originalstory: http://www.fanfiction.net/s/4149506/1/Rewards
Übersetzer: Elfenwesen

Inhalt: Abby beschließt, dass Caf-Pow! allein nicht genug ist.
Spoiler: Keine
Altersfreigabe: ab 16 Jahren
Teil: 1/1
Disclaimer: I do not own the characters in this story, nor do I own any rights to the television show "Navy NCIS". They were created by Donald P. Bellisario and Don McGill and belong to them and the CBS Television Network.
Hauptcharakter(e)/Paar(e): Abby/Gibbs
Beta: CloeGirl
 

~*~*~*~

Er kommt in ihr Labor und hält kurz zwischen Tür und Angel an, um die Szene vor ihm in sich aufzunehmen. Ihre Musik ist unmöglich laut aufgedreht, irgendein heftiger Gitarrenriff gemixt mit sporadischen Piepstönen. Sie wechselt immer wieder zwischen ihrem Massenspektrometer, Elektronenmikroskop, Zentrifuge und ihrem Arbeitstisch, arbeitet mit rhythmischer Effizienz, während ihre Hüften im Takt mitschwingen.

Sie hat keine Ahnung, dass er da ist. Kurz fragt er sich, ob er es für eine Weile dabei belassen soll, entscheidet sich aber dann dagegen.

„Abby!“, ruft er über den Lärm hinweg und berührt schließlich ihren Arm, nachdem sie keine Reaktion gezeigt hat. Sie wirbelt herum, mit großen Augen und kann kaum ihr Reagenzglas, das sie in den Händen hält, festhalten. Ihr Schock wandelt sich in Erkennen und sie schenkt ihm ihr typisches Grinsen.

„Gibbs! Ist das nicht klasse?“

Er hat keine Ahnung, wovon sie redet. Anstatt über die Musik hinweg zu brüllen, macht er sich ihr durch Gebärdensprache verständlich.

Vorsichtig stellt sie das Reagenzglas zurück in seine Halterung, ehe auch sie zur Gebärdensprache wechselt. Es ist die neue Plastic Death CD! Ich habe acht Monate darauf gewartet und es hat sich dermaßen gelohnt!

Er lacht über ihren Enthusiasmus und ihre Augen hellen sich auf, als sie merkt, dass sie ihn erheitern konnte. Aus Rücksicht auf seine Ohren greift sie zur Fernbedienung und dreht die Lautstärke herunter. „Also die DNA Resultate“, sagt sie ihm voll Professionalität, ohne dazu aufgefordert werden zu müssen, „ergaben einen Treffer. Tina Marshall hat Petty Officer Johnson auf jeden Fall umgebracht.“

DiNozzo und McGee sind schon auf dem Weg dorthin. Er ruft Tony an, gibt die Information weiter und legt auf, ohne sich mit unnützem Smalltalk aufzuhalten. „Du hast ganze Arbeit geleistet, Abby“, sagt er ihr und stellt einen riesigen Becher Caf-Pow! auf den Tisch neben ihr, dann dreht er sich um, um zu gehen.

„Komm schon, Gibbs, ist das alles, was ich bekomme?“, fragt sie mit verspielter Stimme. Als er sie ansieht, kann er nur einen Hauch von nervöser Vorfreude in ihrem sonst durch und durch neckischen Blick sehen.

Er weiß schon, wo das hinführt, weil er dieselben Gedanken schon tausende Male hatte. „Ich habe dir Caf-Pow! gebracht“, versucht er und sein Gesicht bleibt teilnahmslos, während seine Augen über ihre erwartungsvolle Haltung schweifen.

Sie seufzt und rollt gutmütig mit den Augen. „Caf-Pow! ist für Resultate, an denen ich noch arbeite, Gibbs.“

„Ich lade dich manchmal zum Abendessen ein“, erinnert er sie, schon wissend, dass sie das nicht besänftigen wird. Er hofft, dass sich seine Faszination nicht auf seinem Gesicht abzeichnet, obwohl er sich ziemlich sicher ist, dass sie das tut.

Sie macht einen kleinen Schritt vorwärts. „Okay, das ist ein Anfang, aber das ist nicht das, was ich meinte.“

Er starrt sie an, hoffend dass sein Blick sie dazu bringt aufzugeben. Es ist nicht so, als ob er sie nicht wollte, er kann es nur nicht ertragen, das zu ruinieren, was sie haben. Jede Beziehung, die er je hatte, endete schlecht. Allein der Gedanke, sie zu verletzen, zerstört ihn.

Sie nimmt den Hinweis nicht an. „Siehst du, ich denke, es sollte eine Skala geben. Warum sollte die Belohnung für das Finden einer belastenden Faser, was weniger als eine Stunde dauern kann, dieselbe sein wie für einen DNA-Abgleich, der ganze Tage dauern kann?“

„Abby…“, knurrt er, sie warnend, dass sie das Thema wechseln soll, und zwar schnell. Ein kleiner Schauer durchfährt sie, beinahe unmerklich, und er merkt, dass es sie enorm erregt, wenn er ihren Namen ausspricht. Er wünscht sich, er könnte es zurück nehmen, fast so sehr wie er es noch einmal sagen will.

„Also veranschlagen wir einen Kuss auf die Wange für einen Faser-Fund, ein Küsschen auf die Lippen für ein positives Ballistik Resultat, ein richtiger Kuss – mit Zunge – für einen Abgleich der Fingerabdrücke und ein Minimum von fünf Minuten Rummachen für einen DNA-Abgleich?“ Ihr Tonfall war beiläufig, ihre Stimme stetig. Wenn er nicht fünfzehn Jahre wahrheitssuchender Berufserfahrung hinter sich gehabt hätte, würde er es für einen Witz halten.

„Das willst du nicht, Abbs“, gibt er zurück, hin und hergerissen zwischen Belustigung und Frustration.

Sie seufzt melodramatisch, zuckt mit den Schultern, lächelt und wendet sich dann wieder ihren Reagenzgläsern zu. Er lehnt sich nah an sie und streift mit seinen Lippen über das zarte Fleisch ihrer Wange. Der Duft ihres Schießpulverparfums erfüllt seine Nase, er weicht zurück, ehe er zu viel darüber nachdenkt und geht zur Tür. Gerade als er in den Korridor hinaustreten will, ruft sie ihm nach.

„Okay, aber ich beobachte wie viel du mir schuldest und ziemlich bald wird es so viel sein, dass du mit mir schlafen musst…“

Ihre Augen sind schelmisch und er kann nicht anders, als zu lachen, erleichtert darüber, dass er sie mit seiner Abfuhr anscheinend nicht verletzt hat. Er nimmt einen tiefen Atemzug, um etwas zu sagen, aber da dreht sie schon wieder die Lautstärke ihrer Musik auf, und unterbricht ihn mit einem Abwinken. Er überlässt sie sich selbst, durchquert den Gang zum Aufzug hin und fragt sich, wie lange es wohl dauern wird, bis sie das Thema wieder aufgreift und ob er wohl die Willensstärke hat, ihr zu widerstehen.

 

The End