
Original Autor: Denaliyasha
Übersetzer: Elfenwesen
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Spoiler: Keine
Inhalt: Immer wieder ruft
jemand Gibbs spät in der Nacht. Das gibt ihm zu denken.
Disclaimer: I do not own the characters in this story, nor do I own any
rights to the television show "Navy NCIS". They were created by Donald P.
Bellisario and Don McGill and belong to them and the CBS Television Network.
Hauptcharaktere: Abby/Gibbs
~*~*~*~
Als es das erste Mal passierte, beachtete er es kaum.
Natürlich bemerkte er, dass er um zwei Uhr in der Früh aufgeweckt wurde, aber es
war kein großes Thema. Ein gemurmeltes: "Gibbs" in den Hörer, brachte ihm keine
Antwort. Kaum war er wieder zurück ins Bett gesunken, schlief er auch schon
wieder. Verwählt.
Als es das zweite Mal passierte, schaute er auf die Anruferkennung. Er erkannte
die Nummer nicht wieder, also dachte er nicht weiter darüber nach. Sogar als es
regelmäßig passierte, duldete er es einfach. Es war nur eine kleine Störung,
eine, mit der er leben konnte. Er musste sich nur rüber lehnen, das Telefon
abnehmen, seinen Namen sagen und dann wieder auflegen. Keine große Sache.
Die meisten Leute wären wohl überrascht davon gewesen, dass er die Nummer nicht
angerufen und denjenigen, wer auch immer am anderen Ende abnehmen mochte, zu
Schnecke gemacht hatte. Es war ihm einfach nicht wichtig genug, um die Energie
dafür aufzuwenden. Soweit er wusste, hatte er aktuell keine Stalker, die nicht
im Gefängnis saßen, also war es keine Bedrohung irgendeiner Art.
"Hey Gibbs?"
Er drehte sich in seinem Schreibtischstuhl um. "Was gibt's, Abby?"
"Kann ich dich um einen Gefallen bitten?" Sie schaute besorgt, als sie sich auf den Rand seines Schreibtisches setzte.
"Der da wäre?"
"Mein Auto ist tot und ich brauche morgen eine Mitfahrgelegenheit zur Arbeit."
"Kannst du nicht jemand anderes fragen?"
Abby schüttelte ihren Kopf, wobei ihre schwarzen Zöpfe hin und her wackelten. "Du wohnst am nächsten. Bitte?" Sie faltete ihre Hände und schaute so unschuldig und engelsgleich, wie es einem Goth eben möglich war.
"Okay. Ich weiß aber noch nicht, wann ich aus dem Haus gehe",
machte Gibbs einen letzten Versuch, sich aus der Affäre zu ziehen. Er konnte
diesem Gesicht nicht widerstehen... aber das würde er ihr nie sagen.
Abby zog ein zusammengefaltetes Stück Papier aus ihrer Tasche. "Daran hab ich
gedacht." Sie grinste über seinen Gesichtsausdruck. "Das ist meine
Festnetznummer. Ruf mich an, wenn du losfährst, dann warte ich vor meinem Haus."
Sie hüpfte davon und rief ihm ein Dankeschön über die Schulter zu. Gibbs
schüttelte seinen Kopf. Wie brachte er sich nur immer wieder selbst in solche
Situationen?
Es war erst am nächsten Morgen, als er sich die Nummer, die sie ihm gegeben
hatte, überhaupt ansah.
"Was zur..." Gibbs sah das Stück Papier finster an. Warum zur Hölle rief Abby
ihn spät nachts an? Er wählte die Nummer und wartete, bis sie abnahm.
"Hallo?"
"Ich bin in fünf Minuten da."
"Dir auch einen wunderschönen guten Morgen, Gibbs. Hast du gut geschlafen?"
"Nicht wirklich. Jemand hat mich um vier in der Früh angerufen." Gibbs' Stimme war schroff.
Abby klang auf einmal beschämt, genau wie Gibbs es
beabsichtigt hatte. "Okay, ich seh dich dann in fünf Minuten."
Als Abby neben ihm im Auto saß, beschloss Gibbs, der Sache auf den Grund zu
gehen. "Abby, würdest du mir mal erklären, warum du mich im letzten Monat
mindestens zwei Mal pro Woche mitten in der Nacht anrufst?" Er sah zu ihr rüber.
Sie errötete heftig.
"Es ist ein Albtraum, okay?" Sie klang defensiv.
"Ein Albtraum? Warum rufst du mich deswegen an?" Gibbs konnte sich keinen Reim darauf machen. Trotz all seiner Stärke, wenn es ums Beobachten ging, war er nicht gerade gut, wenn es um Beziehungen ging.
Abby antwortete nicht. Er hielt an einem Stopschild an und seufzte. "Abby, ich lass das Thema nicht fallen, ehe du mir nicht sagst, was los ist."
"Okay." Sie wand sich. "Erinnerst du dich an den Traum, den ich hatte, ich auf dem Autopsietisch, was mich daran gehindert hat, in die Autopsie zu gehen?"
"Yeah."
"Nunja, nach Ari hatte ich diesen Traum immer noch. Aber jetzt bist es du, der aufgeschnitten auf dem Tisch liegt, okay? Deswegen rufe ich an, um sicher zu gehen, dass es dir gut geht."
Gibbs war sich nicht sicher, wie er das verstehen sollte. Sie rief ihn an, um zu überprüfen, dass er noch am Leben war?
"Warum legst du dann auf?"
"Weil es peinlich ist, okay? Ich rufe meinen Boss mitten in der Nacht an, um sicher zu stellen, dass er noch lebt. Das ist nichts, worauf ich stolz bin, okay?"
"Hey, Abby?" Er kletterte aus dem Auto. Er öffnete Abbys Tür für sie.
"Yeah?"
"Es ist okay. Mach dir deswegen keine Sorgen. Es ist egal. Ruf so viel an, wie du möchtest." Er lächelte, als er sie in das Gebäude geleitete. "Nur eine Sache."
"Ja?"
"Leg nicht auf. Du kannst mit mir reden, wenn du jemanden zum Reden brauchst."
Abby lächelte ihn an. "Danke, Gibbs." Sie küsste
ihn auf die Wange und ging zu ihrem Labor.
The End