Die Magd und der Vampir

Darla und Angelus, die beiden Meistervampire, sind 1802 in England, wo Angelus auf die Dienstmagd Tara trifft und sie zu seinem ersten Childe macht.

Pairing: Tara/Angelus (Darla/Angelus, Tara/Connor)

Altersfreigabe: ab 18 Jahre

Genre: alternatives Universum

 

England, 1802
 
Die Dienstmagd Tara Maclay saß im Stall, bei den Pferden und versuchte ihre Schürze zu stopfen. Denn diese war ein wenig zerrissen, als sie den Fußboden in der großen Eingangshalle geschrubbt hatte. Morgen würde im Hause ihrer Arbeitgeber ein großes Fest stattfinden. Nunja, Arbeitgeber traf es nicht ganz. Mr Harris war ihr Vater und nun missbrauchte er seine Tochter, genauso wie er schon ihre Mutter missbraucht hatte. Und sie ekelte sich vor ihm. Nicht nur, weil er ihr Vater war, sondern auch, weil der dickliche Mann stets eine Alkoholfahne hatte.
 
Tara hatte danach stets Schuldgefühle gegenüber ihrem Verlobten, Connor Holtz, wenn sich ihr Vater wieder einmal an ihr vergriffen hatte. Connor wusste darüber bescheid, und er wusste auch, dass Taras Kind von ihrem Vater stammte, doch konnte er nichts tun, denn auch er war nur ein Stallbursche. Aber hatte er Tara geschworen, dass sie drei, sobald sie verheiratet waren, weit, weit wegziehen würden. Sie wollten nach Irland auswandern. Und Tara freute sich schon, in einigen Wochen wäre es soweit, sie und Connor würden diesen Ort für immer verlassen.
 
„Tara! Geh rasch in den Laden und hol eine Flasche Branntwein, der Herr hat Durst! Beeile dich!“, rief ihre Herrin in den Stall. Sogleich machte sich ihre Magd auf den Weg in die Stadt, um zu tun, was ihr aufgetragen wurde.
Sie ging in den Laden, doch hinter der Theke stand nicht der alte James, mit seinen immer dreckigen Brillengläsern und dem weißen, fahlen Haar, sondern ein junger Mann stand hinter dem Tresen. Seine braunen Haare waren beinahe schulterlang und seine Augen waren dunkler als alle Augen, die Tara je zuvor gesehen hatte.
Als die Dienstmagd bemerkte, dass sie den Mann hinter dem Tresen anstarrte, senkte sie ihren Blick rasch zu Boden und zupfte verlegen ihre Haube zurecht.
 
Angelus kickte den ausgesaugten Körper des fetten Ladenbesitzers ein wenig zur Seite, als er bemerkte, dass dessen Hand hinter dem Tresen noch zu sehen war.
Er lächelte das schüchtern wirkende, aschblonde Mädchen an, das da vor ihm im Laden stand. „Was kann ich für dich tun, mein Kind?“
 
Tara erschauderte bei dem wohligen Klang seiner Stimme. Sie war über sich selbst entsetzt, als sie bemerkte, dass allein der Anblick dieses Mannes und seine Stimme eine Erregung in ihr auslösten, die sie noch selten bei ihrem Verlobten gehabt hatte.
 
„I-Ich brauche eine Flasche Branntwein, f-für meinen Herrn“, brachte sie nur stotternd heraus und richtete ihren Blick stur auf den Fußboden.
 
Es schickt sich nicht, einen anderen Mann zu begehren, als deinen Verlobten, Tara, schimpfte sie in Gedanken mit sich selbst.
 
„Solch ein bezauberndes Kind wie Du es bist, soll eine Dienstmagd sein? Das ist doch nicht möglich.“ Angelus trat mit einem unterdrückten Grinsen hinter dem hüfthohen Verkaufstresen hervor und ergriff die Hand der jungen Frau. „Du musst, bei deinen schönen, glänzenden Augen, doch eine Prinzessin sein.“
Er hauchte einen Kuss auf ihre Hand, was die Blonde geziert lächeln ließ. „Ihr irrt, mein Herr. Ich bin nur eine Magd in den Diensten des Herrn von Lockley. Doch bald werde ich meinen Verlobten heiraten und wir werden gemeinsam mit meinem Kind nach Irland auswandern.“
 
Entsetzt schlug Tara sich die Hand vor den Mund. Wieso hatte sie das dem Fremden erzählt? Angst überkam sie, dass der Fremde geradewegs zu ihrem Vater und Herrn laufen und sie verpfeifen würde. Dann würde er sie niemals ihren Connor heiraten lassen und sie müsste für den Rest ihres Lebens diesem Schwein von einem Mann dienen.
 
„Mein Herr, bei meiner Ehr, ich bitt Euch drum, erzählt es nicht meinem Herrn. Niemals würd er mich von dannen lassen, wenn er um meine Pläne wüsste. Ich flehe Euch unterwürfigst an, es nicht zu tun. Ich werd’ auch alles für euch tun, was in meinen Möglichkeiten liegt.“
 
Angelus Augenbraue zog sich in die Höhe. Die Kleine hat was. Ihre Schüchternheit ist ja fast schon wieder süß. An ihrer Figur kann man auch nicht viel bemängeln, soweit ich das erkennen kann. Außerdem hatte ich seit Tagen keine richtige Befriedigung mehr, weil Darla ja nichts besseres zu tun hatte, als ihren Meister zu besuchen. Da kommt mir diese Kleine doch grade recht. Erst werde ich mich ein wenig mit ihr vergnügen und dann wird sie mir als Nachtisch dienen.
 
„Was wärst Du bereit zu zahlen, um Dir deine Freiheit zu erhalten?“, fragte er, während er erneut einen Kuss auf ihren Handrücken hauchte. Ich kann ihr Blut rauschen hören.
 
„Mein Leben wäre ich bereit zu geben.“
 
Trifft sich gut, Liebes, trifft sich wirklich gut.
 
Und während er um sie herumging, veränderten sich seine Gesichtszüge, da er den Dämon nach Außen hin sichtbar werden ließ. Er nahm ihr ihre Haube vom Kopf und Strich das taillenlange Haar beiseite.
„Wie heißt du, mein Kind?“ fragte er murmelnd gegen die zarte Haut ihres Halses, bevor er seine Lippen darauf legte um eben diesen zu liebkosen.
 
Tara zog die Luft scharf ein, als ein erneuter Schauer ihren Körper durchfuhr. „Mein Name ist Tara, Tara Maclay.“
„Und wie alt bist Du, Tara Maclay?“ Angelus Stimme klang wie das Schnurren einer Katze, als er sie das flüsternd fragte. Er wusste, dass seine Lippen auf ihrem Hals die junge Frau kaum mehr einen klaren Gedanken fassen ließen.
 
„I-ich bin 21“, brachte sie gerade noch so heraus, denn eigentlich konzentrierte sich ihr ganzer Körper viel mehr auf die Hände des schönen Unbekannten, die sich gerade einen Weg über ihre Taille hinunter zwischen ihre Beine bahnten.
 
„Hat dir schon einmal jemand gesagt, dass du wunderschön bist, Tara?“
 
Die Angesprochene schüttelte zögerlich den Kopf. Sie fühlte, wie er mit der rechten Hand ihr Kleid von hinten aufschnürte, während seine linke Hand sich zu ihren Brüsten nach oben durchschlängelte.
 
„Nun“, grinste Angelus als er ihr Kleid mit einem Ruck von ihrem Körper herunterzog „man könnte dich allerdings durchaus als eine schöne, junge Frau bezeichnen.“
Sofort war er wieder dicht hinter ihr, wissend, dass sie nicht versuchen würde zu flüchten, aber dennoch stets auf der Hut, wie sein Sire es ihm beigebracht hatte.
 
Tara stöhnte leicht aus Schmerz, als er sie gewaltvoll an sich riss, woraufhin Angelus knurrte, denn Laute des Schmerzes hatten schon immer große Wirkung auf ihn gehabt. Doch mit Mühe und Not schaffte er es, sich zu fangen.
 
Seine plötzliche Eile, mit der er Taras Unterwäsche nun aufschnürte, wirkte schon beinahe hektisch, doch sie war zu betäubt von all ihren Gefühlen, um es zu registrieren. Erst als er sich erneut von hinten an ihren, nun völlig entkleideten, Körper schmiegte, bemerkte sie die Erektion, die gegen ihre Pobacken drückte.
 
Seine Hände fuhren ihren Körper hinunter und wieder herauf. Er liebte Dienstmädchen doch bei weitem mehr als die verwöhnten Damen des Adels.
Die Körper der Dienstmädchen waren stramm und an ihnen war kein Gramm fett an den falschen Stellen zu finden, so auch an Tara. Ihre Hüften waren zwar ein wenig schmal für seinen Geschmack, aber ihre zahlreichen, gut ausgebildeten Muskeln versprachen ihm eine gute Nummer.
 
Angelus dachte nicht mehr nach, er drückte das Mädchen einfach grob auf ihre Knie. Während sie auf ihn „wartete“, öffnete er sich die Hose und schob sie einige Zentimeter in Richtung Boden, ehe er um sie herum trat.
Ohne, dass er sie dazu auffordern musste, nahm Tara seine Erektion in ihre Hände und schloss sogleich ihre Lippen um ihn.
 
Was daraufhin folgte, war gut, aber nicht so gut, wie Angelus es von Darla gewohnt war. Jedoch, und das musste er sich eingestehen, war es besser, als er erwartet hatte. Die Kleine saugte und leckte beinahe wie eine Professionelle es tat.
 
Sie hat Talent. Eigentlich eine Schande, solch ein schönes Wesen mit solch netten Lippen von dieser Erde zu verbannen.
 
Kurz bevor er kam, zog der Vampir die Frau auf ihre Beine. Er wusste nicht weshalb, doch er küsste sein Opfer hart auf den Mund, hob ihren Körper an und platzierte ihn auf dem Verkaufstresen.
 
Sein Zunge teilte ihre Kiefer, was nicht allzu schwer war, denn genau in diesem Moment drang er mit voller Wucht in sie ein, was ihr ein lautes Stöhnen entlockte.
Mit dem Kuss teilten die beiden keinerlei Emotionen außer purer Lust und Leidenschaft.
 
Angelus rammte sich immer tiefer und tiefer in Taras Körper, welche die Kälte die von ihrem Partner ausging, gar nicht bemerkte. Mit seinen dunklen Augen und seinen magischen Lippen hatte er sie in eine Art Trance versetzt, in der das Mädchen keinerlei Gedanken an ihren Verlobten oder ihren Dienstherren mehr verschwendete. Nur noch der Höhepunkt, der sich in ihr aufbaute, zählte in diesem Moment für sie.
 
Sie legte ihren Oberkörper flach auf den Tresen und offenbarte Angelus so zum ersten Mal wirklich einen Großteil ihrer seidigen Haut.
Sie war blass, wie alle Menschen dieses Zeitalters, aber ihr von Lust verklärter Blick brachte Angelus in Rage. Selten war es ihm vergönnt, seinen Sire in diesem Zustand zu sehen, weswegen es ihn anspornte sich immer schneller und immer härter in ihr zu versenken.
 
Ihre Beine um seine Hüfte geschlungen, ihr Körper vor ihm ausgebreitet und ihr unterdrücktes Stöhnen, machten ihn beinahe wahnsinnig.
Kurz bevor er kam, beugte er sich zu ihr hinunter und ließ seine rasiermesserscharfen Zähne in die zarte Haut ihres Halses gleiten. Er fühlte, wie mit ihrem Blut ihre unermessliche Lust in ihn überging. Der delikate Geschmack von ein wenig Angst schwang ebenso darin mit und das viele Adrenalin in ihrem Blut ließ ihn endgültig kommen.
Seine Hüften drückten sich noch enger gegen ihre, als er seinen Samen tief in sie spritzte.
 
Er trank gierig weiter von ihrem Blut. Er spürte, wie ihr Herz gegen seine Brust hämmerte, als auch sie kam. Taras Lust, die sich nun ins Unendliche zu steigern schien, brachte ihn gleich nach dem ersten Mal dazu, noch ein zweites Mal zu kommen.
 
Angelus spürte, wie der Körper unter ihm ruhiger wurde. Er hatte viel getrunken und er fühlte sich berauscht von diesem Blut. Er wusste nicht weswegen, aber aus irgendeinem Grund mochte er diese junge Frau, die sich unter ihm wand. Er wollte nicht, dass dies sein einziges Erlebnis mit ihr war. Er wollte nicht, dass sie starb.
 
Aber am Leben kannst du sie auch nicht lassen. Sie wird reden, das würde das Ende unseres schönen England-Aufenthaltes bedeuten. Und Darla wäre sicherlich nicht erfreut darüber, sagte ihm eine kleine Stimme in seinem Kopf.
 
Dann werde ihr Sire. Sie wird ein gutes Childe sein, sagte nun das Gegenstück zur ersten Stimme in seinem Kopf.
 
Und Angelus tat, was ihm die zweite Stimme riet. Er löste seine Reißzähne von ihrem Hals, biss sich selbst ins Handgelenk und hielt es an ihren, immer noch geöffneten, Mund. „Trink“, sagte er heißer und immer noch mit seiner Vampirfratze.
 
 
Tara wusste nicht, weswegen sie es tat. Sie stand wohl immer noch im Bann seiner Augen und der unglaubliche Orgasmus, ihr erster, benebelte wohl noch immer ihre Sinne, denn sie trank sein Blut, ohne weiter darüber nachzudenken.
 
Als Tara bewusstlos geworden war, zog Angelus seine Kleidung wieder komplett an und bedeckte auch die junge Frau erneut mit ihrem Kleid, bevor er sie mit sich nahm, hinaus in die tiefe Nacht.
 
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Sein Sire wartete schon auf Angelus, als er nach Haus kam. Nach Haus, das war ein schönes, relativ neues Haus, mit einem großen Garten etwas außerhalb des Stadtzentrums.
 
„Was bringst du mir da? Eine Jungfrau?“, fragte Darla neugierig, aber dennoch lag eine gewisse Erhabenheit in ihrer Stimme.
 
„Sire“, Angelus kniete sich auf den Boden. Er war zwar schon beinahe gleich stark wie Darla, und bei weitem berühmter für seine Grausamkeiten, dennoch hatte er Respekt vor der Frau, die ihn erschaffen hatte, was er ihr auch deutlich zeigte. „Dies ist mein Childe. Ich habe diese junge Vampirin, die bald erwachen wird, heute Nacht erschaffen.“
 
Darlas Gesichtsausdruck wurde augenblicklich überheblicher. Sie spielte ihre Rolle als Sire nun aus, wie nie zuvor. Beinahe majestätisch ließ sie sich in den Sessel zurück gleiten, aus dem sie sich erhoben hatte, als er den Raum betrat.
 
Angelus hielt die tote Tara nun gegen seinen Körper gelehnt, so dass Darla sie begutachten konnte. „Was weißt du über sie?“, fragte sie herrisch.
So sehr sie Angelus als Childe und Gefährten auch schätzte, sich Nachkommen zu erschaffen war nichts, womit man spielte, wenn man aus einem der meist geachteten Clans überhaupt kam. Und sie, als direktes Childe des Meisters, konnte sich kein unnützes und unwürdiges Grandchilde leisten.
 
„Ihr Name ist Tara, sie ist 21 und kommt hier aus der Gegend. Sie hatte einen Verlobten.“
 
Darla nickte und musterte die Leiche der jungen Frau, die von Angelus auf den Beinen gehalten wurde.
Sie war blond, genau wie Darla. Ihr Gesicht hatte eine gräuliche Farbe, doch die hatten alle Leichen. Ihre Lippen waren rot und sie hatte hoch angesetzte Wangenknochen. Ihr Körper war sehr schlank.
 
Die Vampirin konnte riechen, dass ihr Childe erst vor kurzem sexuellen Verkehr mit dieser Frau gehabt hatte, also musste sie sehr attraktiv sein, Angelus nahm sich nicht jede X-Beliebige.
Nun war sie sich auch sicher, dass er sie aus dem Affekt heraus zu seinem Childe gemacht hatte und Darla entschied für sich selbst, dass sie diese Frau sofort auslöschen würde, sollte sie kein gutes Childe sein.
 
„Wird sie sich unserer Blutlinie als würdig erweisen?“, stellte sie die letzte, und alles entscheidende Frage.
Angelus nickte. „Sie wird ein geschätztes Mitglied des Aurelius Clans werden.“
 
Darla erhob sich aus dem Sessel und ging bis zum Ansatz der weitläufigen Treppe, die ins Obergeschoß führte.
„Bring sie ins blaue Zimmer. Danach komme zu mir. Den morgigen Tag wirst du damit verbringen auf das Erwachen deines ersten Childes zu warten, Angelus.“
 
Mit diesen Worten ging sie in langsamem Schritt die Treppe hinauf. Angelus wartete, bis er ihre Zimmertür ins Schloss fallen hörte, dann tat er, was sein Sire ihm befohlen hatte.

Ende

 

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