First Impressions
Autor:
Chirugal
Homepage:
http://www.fanfiction.net/~chirugal
Übersetzer: Elfenwesen
Titel: First Impressions
Inhalt: Wie Abby zum NCIS kam, Pre-Series.
Spoiler: Pre-Series
Altersfreigabe: alle Altersklassen
Teil: 1/1
Disclaimer: Alle in dieser Story verwendeten Charaktere und Grundkonzepte
sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber. Sie werden einzig und allein zu
Unterhaltungszwecken genutzt. Eine Copyright-Verletzung ist weder beabsichtigt
noch impliziert.
Hauptcharakter(e)/Paar(e): Gibbs/Abby
Beta: CloeGirl.
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Der Kellner weist einem stämmigen Mann mittleren Alters den Weg zu meinem Tisch und ich stehe auf, um ihm entgegenzukommen und lächle dabei so professionell wie ich kann. „Mr Hammond?“
Er gibt mir eine feuchte Hand. „Miss Sciuto nehme ich an?“
Er spricht es skee-uto aus, aber ich entschließe mich, ihn nicht zu korrigieren. Ich will diesen Job wirklich. „Nur ‚Abby‘ ist in Ordnung, Sir.“
Nachdem wir uns hingesetzt haben und Mr Hammond einen Wein für uns beide bestellt hat, mustert er mich einmal taxierend von oben bis unten. Seine Augenbrauen schießen nach oben, als er meine Tattoos am Hals und an meinen Armen und meine dunkle Kleidung sieht. „Ist das… Ihre Alltagskleidung, Abby?“
Ich weiß sofort, dass ihm das, was er sieht, nicht gefällt, und es sind nicht nur die Tatts. Ich bin nicht blond, mein Ausschnitt zieht sich nicht bis zu meinem Bauchnabel und ich sende auch keinerlei Signale aus, dass ich vorhabe, mich nach oben zu schlafen.
Ich weiß jetzt schon, dass ich kein Glück habe.
„Also“, fragt er, „was können Sie tun?“
Ich beginne meine Fähigkeiten und Qualifikationen grob zu umreißen und gestikuliere dabei nachdrücklich um sein schwindendes Interesse auf mich zu ziehen. Eine Frau mit einem Rockschlitz bis zur Hüfte geht an unserem Tisch vorbei und ich weiß, dass ich ihn verloren habe. Zwischen Enttäuschung und Verärgerung hin und hergerissen gebe ich auf.
„… und DNA-Sequenzierung. Ich habe sogar meine Dissertation darüber geschrieben, ob Dinosaurier Metallica gehört haben oder nicht, zusammen mit einer Hausarbeit über die Vorteile, gelangweilten Firmenchefs davon zu erzählen, dass manche Frauen nicht nur intelligent sind sondern auch Modelmaße haben…“
Der Dinosaurier-Kommentar geht vollkommen an ihm vorbei, aber der letzte Teil des Satzes dringt zu ihm durch, immerhin. Seine Aufmerksamkeit richtet sich wieder auf mich, wobei er wie ein Fisch auf dem Trockenen japst. „Wenn Ihr Ziel war, ich zu beeindrucken, Miss Skee-uto…“
„Es wird Sciuto ausgesprochen“, sage ich ihm, stehe auf und stürze den Rest meines Weins in einem Schluck hinunter – ich kann auch genauso gut noch irgendetwas aus diesem Depp melken. „Und nur zu Ihrer Information, ich kann bei einer wesentlich besseren Firma als der Ihren unterkommen.“
Es ist vielleicht nicht wahr – ein Projektmanager für Hammond Technologies forensische Abteilung zu sein, ist mein Traumjob – aber meine Karriere würde vermutlich unter diesem lüsternen Arschloch eine glatte Vollbremsung hinlegen. Ich habe das Gefühl, dass nur diejenigen befördert werden, die sich präsentieren und obwohl mein Geschmack bei Männern sehr variiert, ist Edward Hammond nicht mein Typ.
Also lasse ich ihn allein, stürme davon und genieße irgendwie das Melodrama. Gerade als ich die Tür erreiche, streift eine Hand meinen Arm und eine ruhige Stimme sagt: „Hey.“
Verwirrt schaue ich auf, direkt in ein Paar amüsierte, intensiv blaue Augen. Wow. Ich blinzle und versuche bei dem Anblick des großen, silberhaarigen Typ, der mich an sich gezogen hat, nicht anzufangen zu sabbern.
„Abby Sciuto, richtig?“
Bonuspunkte für ihn, weil er meinen Namen richtig ausgesprochen hat. Moment… wie hat er…? „Kenne ich Sie?“
Er zuckt mit den Schultern und lässt seine Hand zurück an seine Seite fallen. „Entschuldigung. Ich konnte nicht anders als Ihre Unterhaltung mitzuhören. Mein Name ist Gibbs.“
Ich schaue zurück zu Hammond, der sich braunrot verfärbt hat. „Es tut mir leid, wenn ich Ihr Essen unterbrochen habe.“
Der Typ – Gibbs – schüttelt den Kopf. „Sie sind auf der Suche nach einem Job?“
Wenn das sonst irgendwer gewesen wäre, hätte ich gesagt, dass es ihn nichts angeht und wäre weggegangen. Aber diese Augen zwingen mich. „Yeah. Schon etwas länger als ich gehofft hatte.“
„Mein Freund ist Pathologe“, sagt Gibbs und deutet dabei auf einen älteren Mann, der an einem nahegelegenen Tisch sitzt. Er lächelt mich an und hebt eine Hand zum Gruß, ich kann nicht anders als zurück zu lächeln. „Er hat tatsächlich viel von dem verstanden, was Sie sagten und es hörte sich an, als seien Sie ziemlich qualifiziert. Wir arbeiten für den NCIS – das steht für Naval…“
„Crimininal Investigative Service“, beende ich mit einem kleinen Schauer der Erkenntnis. „In meiner Dissertation ging es eigentlich nicht um Dinosaurier. Einer der Fälle, die ich recherchiert habe, war vom NCIS.“
Ein fasziniertes Blitzen in seinem Blick, er nickt. „Es ist nämlich so, dass wir gerade zufällig eine offene Stelle haben. Ich nehme nicht an, dass Sie daran Interesse hätten?“
Ich schenke ihm mein Tausend-Watt Lächeln und nicke energisch. „Sie haben ja keine Ahnung!“
Er bedeutet mir ihm zu folgen und führt mich zu seinem Tisch. „Miss Sciuto, darf ich Ihnen Dr. Donald Mallard vorstellen?“
Dr. Mallard schüttelt meine Hand und bittet mich, mich zu setzen. „Es ist mir ein Vergnügen, Miss Sciuto. Oder ist Ihnen ‚Abby‘ lieber?“
Wow, wie laut hab ich denn geredet? Das halbe Restaurant muss mich gehört haben. „Abby ist in Ordnung, Dr. Mallard.“
„Bitte“, sagt er, „nennen Sie mich Ducky.“
Ducky? Ich mag diesen Typ jetzt schon. „Es freut mich, Ihre Bekanntschaft zu machen, Ducky. Also, erzählen Sie mir von diesem Job…“