
Inhalt:
Ein Brief, eine Rede, ein Schwall von Emotionen.
Altersfreigabe: alle
Altersklassen
Teil: 1/1
Disclaimer: Alle in
dieser Story verwendeten Charaktere und Grundkonzepte sind Eigentum der
jeweiligen Rechteinhaber. Sie werden einzig und allein zu Unterhaltungszwecken
genutzt. Eine Copyright-Verletzung ist weder beabsichtigt noch impliziert.
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Jahrelang, immer wieder und wieder sagte ich, sie sei es nicht. Sie sei keine Freundin. Und es stimmte, schließlich war es nicht unser Wille, der uns zusammen brachte. Es war der der Anderen.
Doch dann begann der Austausch von Emotionen. Eine Phase des Sich-Öffnens vollzog sich, das machte dich zur Freundin.
Wie man so falsch liegen kann. Du wusstest um meine Gefühle, du wusstest, was er für mich bedeutete. Was du tatest, ist nicht „dumm gelaufen“, es ist nicht „nicht nach Plan“ gewesen. Es war egoistisch. Es war falsch. Und es war genau das, was man von einer Freundin nicht erwartet. Du hast mich nicht nur enttäuscht, du hast mich verletzt und hintergangen, denn dir sollte alles in den Zeitplan passen, dass du damit meine Gefühle noch mehr verletzt, war dir nicht nur egal. Es war dir scheiß egal.
Frauen haben einen Ehrenkodex. Ein Buch voll ungeschriebener Gesetze. Das Erste hast du gebrochen.
Aber Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Hätte dir nicht dein Anstand, deine Rücksicht, dein gesunder Menschenverstand sagen müssen, was du mir antust?
Dies ist deine eigene, höchstpersönlich nur für dich verfasste Anklageschrift.
Du bist sogar blind für die Konsequenzen, die das alles nach sich trägt. Freunde, die nichts davon wussten, dürfen es jetzt erst recht nicht wissen. Ich sitze da, mein Herz blutet und ich schaffe es nicht, ein Lächeln auf meine Lippen zu zwingen. Wie kannst du von mir verlangen, dass ich tue, als sei nichts gewesen, nur damit dein guter Ruf nicht verletzt wird?
Du hast ihn nicht verdient.
Dass er mich verließ, dass er mich auf eine feige und schändliche Art verließ, war teilweise auch mein Werk. Dass ich es ihm halbwegs verzeihen kann, liegt an der Komplexität und der Vielschichtigkeit unserer Beziehung – und an unserer Geschichte.
Aber bei uns, da gibt es keine Komplexität. Es gibt nur eine Ebene. Die der Freundschaft. Eine Ebene, die du zerstört hast.
Du sitzt da, mit einer Selbstverständlichkeit, die mich anwidert. Nicht ein Hauch von Schuld. Aber das Gericht wird von der Schuld angezogen und früher oder später findet es dich.
Was du getan hast, kannst du nicht sühnen. An den Scherben meines von dir zertrümmerten Herzens werden sich viele andere schneiden. Wegen dir werden viele Menschen bluten müssen.
Dies ist deine Anklageschrift.