
Genre: Gedicht
Inhalt: Ein spontanes
Gedicht über (m)ein Leben.
Altersfreigabe: ab 12
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Kennst du dieses Leiden?
Man kann's oft nicht mal vermeiden.
Das Leben ist nun mal sehr tüchtig,
Wenn's dich fickt, dann aber richtig.
Es fängt alles harmlos an,
Aber das Leben, das nimmt jeden ran.
Den einen früher, den andren später,
Denn Gott ist ein elendiger Verräter.
Eigentlich läuft's nie bei jemand gut,
Nur manche haben eben noch den Mut
Die Dinge mit Optimismus anzugehen.
Sind sie blind? Wollen sie nicht sehen?
Das Leben ist die meiste Zeit nicht nett,
Um nicht zu sagen grauenvoll schlecht.
Die Oma stürzt, die Eltern zanken,
Und dann kommen erst des Unglücks Ranken,
Der Bekannte nimmt sich das Leben,
Der Autounfall hat der Stiefmutter nicht viel gegeben.
Ich war nicht dort, hab's nicht gesehen.
Saß Zuhaus und musst der Familie beistehn.
Mein Vater sagt: 'Es war Spitz auf Knopf,
Nur eins ist unverletzt: Der Kopf.'
Der lang ersehnte Urlaub ist dahin.
Hat des Lebens Grausamkeit auch einen Sinn?
Wenn ja, dann bin ich vielleicht die Blinde,
Dass ich ihn trotz all der Suche nicht mehr finde.
Ich gebe auf, ganz offiziell,
Mach nur, dass es ihr besser geht - und zwar schnell.
